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Celle Stadt Warnstreik "light" in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Warnstreik "light" in Celle
20:04 14.03.2018
Von Michael Ende
Quelle: Christian Link
Celle Stadt

Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen am Dienstag ergebnislos verlaufen war, hatte Verdi zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Dabei sollten unter anderem Beschäftigte von Bundeswehr, Sparkasse, Allgemeinem Krankenhaus (AKH), Abfallwirtschaft, Arbeitsagentur sowie Stadt und Landkreis Celle die Arbeit niederlegen.

"Wer hat mehr verdient?", rief Verdi-Gewerkschaftsfunktionär Lorenzo Poli bei der Kundgebung auf dem Großen Plan ins Mikrofon. "Der öffentliche Dienst!", riefen die Streikenden zurück. Die Beschäftigten fordern, dass ihre Löhne um 6 Prozent, mindestens aber um 200 Euro monatlich erhöht werden sollten. AKH-Mitarbeiterin Marion Wichmann erinnerte die Politiker daran, das zu halten, was sie vor der Wahl versprochen hatten: "Frau Merkel wollte deutliche Verbesserungen im Gesundheits- und Pflegebereich zur Chefsache machen. Jetzt muss sie das auch tun."

Verdi-Bezirksgeschäftsführer Harald Memenga schlug kämpferische Töne an. Die Arbeitgeber, die noch nicht einmal ein Angebot gemacht hätten, handelten nach dem Motto "Lerne zu klagen ohne zu leiden": "Das tun sie selbst jetzt, wo die Steuergelder nur so sprudeln." Derzeit seien Arbeitgeber und -nehmer bei den Verhandlungen "meilenweit auseinander", so Memenga: "Wenn sich nichts tut, werden wir nachlegen müssen." Ob die Streiks im öffentlichen Dienst noch ausgeweitet würde, ließ Poli offen: "Das werden wir kurzfristig entscheiden. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 11. und 12. April angesetzt. Für die nächsten Tage seien in Celle keine weiteren Aktionen geplant.

Am Mittwoch sollten sich die Aktionen in Grenzen halten. "Wir haben dafür gesorgt, dass kein AKH-Patient unter dem Warnstreik leiden muss; der Betrieb läuft weiter", sagte Marion Wichmann. Beim Landkreis Celle hätten gar keine Mitarbeiter gestreikt, sagte Pressesprecher Tore Harmening auf CZ-Nachfrage. Beim Abfallzweckverband blieben die Entsorgungsanlagen bis auf die in Höfer geschlossen. Die Müllabfuhr fand regulär statt.

Obwohl der Streik durch Verdi erst kurzfristig am Dienstagabend nach Abschluss der Verhandlungsrunde bekannt gegeben worden sei, gebe es bei der Stadt Celle keine "wesentlichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit", so der städtische Pressesprecher Lukas Nott: "Die städtischen Kitas sind mit dem Thema in vergangenen Streiks sehr verantwortungsvoll umgegangen und haben betroffene Eltern informiert." Nur in einzelnen Einrichtungen kam es am Mittwoch zu Beeinträchtigungen.

Am Donnerstag soll es in Niedersachsen flächendeckende Streiks geben.
Davon betroffen sind Fahrgäste der kommunalen Verkehrsbetriebe, aber auch Kinder und Eltern. Unter anderem sollen in Hannover Bahnen und Busse der Verkehrsgesellschaft Üstra in den Depots bleiben.

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