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Celle Stadt Warum Celle voll auf Bauhaus setzt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Warum Celle voll auf Bauhaus setzt
17:59 14.11.2018
Präsentieren das neue CZ-Magazin "100 Jahre Bauhaus": (von links) CZ-Mitarbeiterin Petra Senftleben als Autorin, CTM-Geschäftsführer Klaus Lohmann, Stadtbaurat Ulrich Kinder und CZ-Verlagsleiter Carsten Wießner. Quelle: David Borghoff
Celle

Was den Menschen für Weimar ein Begriff ist, verbinden sie in Bezug auf Celle meist mit einem Baumarkt: Bauhaus – ein Baustil, der in herausragender Weise durch Otto Haelser geprägt wurde. Klaus Lohmann von der Celle Tourismus und Marketing GmbH formulierte es anlässlich eines Pressegespräches am Mittwoch folgendermaßen: „Stell Dir vor, wir leben in einer architektonischen Weltkultur und keiner weiß etwas davon.“

Celle als Wiege des Bauhaus-Stils

Die Bauhaus-Architektur feiert im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag und somit ist klar, dass auch Celle darauf aufmerksam machen möchte, wo eine weitere Wiege des Bauhaus-Stils steht. Celle beheimatet nämlich nicht nur das größte zusammenhängende, noch erhaltene Fachwerkensemble Norddeutschlands, sondern dank Otto Haesler eben auch die „Originale des Bauhausstils“.

Mit 26 Jahren kam Haesler eher zufällig in die einstige Residenzstadt und sollte 27 Jahre bleiben. 27 Jahre, in denen er das „neue Bauen“ in die Südheide brachte. Platz zu schaffen für möglichst viele Menschen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu erbauen, war seine Vision. So entstanden noch heute das Stadtbild prägende Gebäude wie die Wohnblöcke am St.-Georg-Garten und im Blumläger Feld sowie die Altstädter Schule, die alle die Handschrift Haeslers tragen und dem Bauhausstil zugeschrieben werden.

An Architektur Interessierte im Blick

Touristische Vermarktung von Haesler: Um dieses entsprechend zu würdigen, rückt die Stadt Celle zusammen mit der Haesler-Stiftung die noch bestehenden und genutzten Bauten in den Mittelpunkt der touristischen Vermarktung. Ob digitaler Rundweg, neue Führungsformate, ein Theaterstück oder zahlreiche Vorträge, Veranstaltungen und Ausstellungen, in Celle wird 2019 viel passieren. Unter dem Motto: „100 Jahre – 100 Tage“ wird es 2019 und zahlreiche Veranstaltungen, Highlights und touristische Erlebnisse in Celle geben, um über das Thema Bauhaus die Stadt Celle im Jubiläumsjahr nicht nur in Deutschland, sondern der ganzen Welt bekannter zu machen, vor allem bei Menschen, die sich für Architektur interessieren. „Das 100-jährige Bauhaus-Bestehen im kommenden Jahr nehmen wir zum Anlass, das Werk des Architekten zu würdigen, der während seiner Celler Schaffensperiode von 1906 bis 1934 eine unglaubliche Vielfalt an Gebäuden und Siedlungen hinterlassen hat“, freut sich Lohmann. Er ist auch stolz auf das von der CZ produzierte neue Magazin „100 Jahre Bauhaus“, das sich um das Wirken Otto Haeslers im Landkreis Celle dreht, zum Preis von 4,90 Euro bei der CZ erhältlich ist.

Theaterstück im Direktorenhaus

„Celle hat eine neue Schule und einen neuen Direktor. Sogar die ihm zustehende Direktorenvilla wurde neu gebaut, aber der Direktor schämt sich für dieses Haus. Was sollen diese eckigen Formen, dieses flache Dach, die hoch und flach liegenden Fensterscharten? Warum liegt das Treppenhaus außerhalb des Gebäudes? Auch haben seine Kinder viel zu wenig Platz". Diese Fragen wirft die Einleitung zum Theaterstück „Haesler für ein neues Celle“ des Schlosstheaters Celle auf, welches eigens zum Bauhaus-Jubiläumsjahr geschrieben wurde.

Schlosstheater entwickelt das Stück

Kunst und Architektur verbindet das extra geschriebene Theaterstück „Haesler – für ein neues Celle“ des Schlosstheaters Celle, das am 9. Mai 2019 Premiere feiern wird. Aber nicht im Theatersaal des Celler Schlosses, sondern standesgemäß im Direktorenwohnhaus, einem weiteren Gebäude aus der Schaffenszeit Otto Haeslers. Das Direktorenhaus wird dem Stück bis in den Juni hinein als Bühne dienen.

In „Grand Tour der Moderne“ aufgenommen

Seinen „Ritterschlag“ erhielt Celle bereits durch die Aufnahme in die „Grand Tour der Moderne“, einer eigens anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums konzipierten Reiseroute. Celle zählt damit deutschlandweit zu rund 100 bedeutenden Orten, die zu einer attraktiven Route miteinander verbunden werden. Um das Thema entsprechend auch international zu positionieren, wurde auch ein Logo entwickelt, welches Celles Verbindung zu otto haesler und seinen Werken in besonderer Weise darstellt und das bereits in der Kommunikation der CTM eingesetzt wird.

Neue Führungen zu Haesler

Dem Gast präsentiert sich die Architektur Otto Haeslers bereits jetzt schon auf vielfältige Weise. So kann man die Gebäude jetzt schon mit einer Führung zu Fuß, per Rad und per Segway oder ab Mai 2019 auch bequem fahrenderweise in der Bauhaus-Bahn (einer Kleinelektrobahn) erkunden. Ganz wie man möchte. Alle Führungen wurden extra zum Jubiläumsjahr neu entwickelt und Gästeführer freuen sich darauf, über ein noch unentdecktes Highlight Celles zu informieren und zu plaudern.

Fachvorträge und 0-Euro-Schein

Die otto haesler stiftung sowie die otto haesler initiative aus Celle zeichnen verantwortlich für eine Reihe an Fachvorträgen, Ausstellungen und Veranstaltungen welche im Aktionszeitraum von Mai bis Juni stattfinden werden. Pünktlich zu Beginn des Jubiläumsjahres wird es auch eine Neuauflage des „0 Euro Scheins“ geben, der als Souvenir nicht nur in Celle sondern vielen Städten sehr beliebt ist. Dieses Mal wird ihn natürlich ein Bauhausmotiv aus Celle zieren. Welches wird es wohl sein?

Neues Museum neben der Glasschule

Rektorenhaus wird wieder mit Leben erfüllt sein: Ein besonderes Highlight wird auch das wieder hergerichtete Rektorenhaus in der Sägemühlenstraße 9 werden, welches von der Celler Haesler-Stiftung originalgetreu wieder eingerichtet wird und mit Möbeln aus Haeslers Zeit ausgestattet wird. Zunächst einmal soll das Erdgeschoss des einstigen Wohnhauses des Rektors der benachbarten Altstädter Schule eingerichtet werden. Das Rektorenhaus soll dann im Bauhausjahr 2019 fester Bestandteil der thematischen Haesler-Stadtführungen werden. Um dieses wirklich umsetzen zu können, bedarf es Geldern, die die Bürgerinitiative „BauhausSchauhaus“ durch einen Spendenaufruf (Konto bei Sparkasse Celle – IBAN DE11257500010091946608, Kennwort Rektorenhaus) sammeln möchte, wie Wulf Haack erläutert.

Von Birgit Stephani

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