Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Was wird aus den Geisterhäusern in Klein Hehlen?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Was wird aus den Geisterhäusern in Klein Hehlen?
05:02 14.02.2018
Von Dagny Siebke
Asbest in Britenhäusern? "Ein Abriss der Gebäude ist nicht erforderlich", betonen die BImA-Mitarbeiter. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

KLEIN HEHLEN. Trostlos sehen die leer stehenden Reihenhäuser an der Bachstraße aus. Immer wieder wird Ortsbürgermeister Klaus Didschies (CDU) bei seinen Streifzügen gefragt, wann die einstigen Britenhäuser in Klein Hehlen und der Heese endlich gekauft oder gemietet werden können. Eigentümer der Immobilien mit 139 Wohneinheiten ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Seit Dezember 2015 verhandeln Stadtverwaltung und WBG mit der BImA, um die leer stehenden Häuser in Klein Hehlen anzukaufen und als Wohnraum anzubieten. Schließlich ist der Bedarf an Wohnungen in Celle groß. „Die WBG sollte die Liegenschaften in ihr Portfolio aufnehmen und zu einem adäquaten Mietpreis am Markt anbieten“, sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner.

Doch in der vergangenen Woche hat die WBG nach mehr als zwei Jahren die Reißleine gezogen, da sie in den zähen Verhandlungen mit der BImA keine Einigung erzielen konnte. „Der potenzielle künftige Eigentümer erhielt Einblick in die Verkehrswert- und Schadstoffgutachten“, erläutert Meißner. „In Bezug auf Schadstoffe ergab sich umfangreicher Klärungsbedarf, um sicherzugehen, dass in Folge größere Sanierungsmaßnahmen auszuschließen sind. Das hat letztlich Einfluss auf den Kaufpreis.“

Nach CZ-Informationen soll es um Asbest gehen. Zu Art und Umfang der Schadstoffbelastung können Stadtverwaltung und WBG keine Stellung nehmen, da sie nicht Eigentümer der Liegenschaften sind. Aus der Pressestelle der BImA in Bonn heißt es lediglich: „Die Häuser wurden stichprobenartig auf Gebäudeschadstoffe untersucht. Dabei sind in einzelnen, zum Teil auch bereits von der Stadt genutzten Gebäuden baualterstypische Gebäudeschadstoffbelastungen festgestellt worden.“ Diese kämen jedoch in fast allen Häusern mit Bauprodukten aus den Jahren 1960 bis 1995 vor. „Ein Abriss der Gebäude ist daher nicht erforderlich“, betonen die Mitarbeiter der BImA.

Auf der Internetseite des Umweltbundesamtes steht zum Thema Asbest: „Asbest wurde wegen seiner vielen praktischen Eigenschaften in so großen Mengen wie kaum ein anderer Werkstoff verwendet – bis er in Deutschland im Jahr 1993 verboten wurde, da er krebserregend ist. Die vielen langlebigen Asbestprodukte wie Bodenbeläge oder Dachplatten begegnen uns noch heute im Alltag.“

Die erneute Nachfrage, welche Rolle Asbest beim Bau der Britenhäuser spielte und in welcher Form er verarbeitet wurde, blieb bislang von der BImA unbeantwortet. In der letzten E-Mail heißt es: „Um alle Häuser dennoch in eine Nutzung zu bringen, wird die BImA die leer stehenden Gebäude am Immobilienmarkt anbieten – nachdem die Einzelvermessung erfolgt ist“, erklären die Eigentümer. „Die Häuser sollen separat oder eventuell in einem kleinen Paket mit entsprechendem Hinweis auf die Schadstoffbelastung verkauft werden. Dafür nimmt die BImA mögliche Kaufpreisabschläge in Kauf.“

WBG und BImA verhandelten lang und breit über einen entsprechenden Abschlag. Die Stadt habe der BImA verschiedene Lösungsvorschläge unterbreitet, so Meißner. „Ziel war es, dass die WBG die Gebäude zu einem Preis erwirbt, der sich trotz des nötigen Sanierungsaufwandes so rechnet, dass sich die Objekte anschließend zu einem vertretbaren, moderaten Mietpreis am Markt platzieren lassen“, erläutert Meißner. Doch am Ende konnte keine Einigung über die Höhe des Abschlags erzielt werden und so platzten die Verhandlungen.

Wie teuer die Renovierung von asbestbelasteten Gebäuden werden kann, weiß die Stadt aus leidlicher Erfahrung. So musste zum Beispiel die Turnhalle der Grundschule Bruchhagen aufwendig für 325.000 Euro saniert werden. Die Nutzung der Halle in Westercelle musste vor vier Jahren umgehend untersagt werden.

Eigentlich sind es zwei gesonderte Abenteuerromane, die der US-amerikanischen Schriftstellers Mark Twain geschrieben hat – mit jeweils einem Protagonisten: Einmal Tom Sawyer und dann Huckleberry Finn. Das erste Buch erschien 1876 zugleich auch als deutsche Übersetzung. Da es in beiden Erzählungen aber um die Abenteuer und Erlebnisse zweier Jungen geht, die beste Freunde sind, wird in zahlreichen Bearbeitungen und Adaptionen für Film und Fernsehen eine gemeinsame Geschichte daraus. Jetzt hat sich auch das Celler Schlosstheater mit diesem Stoff beschäftigt und bringt die Geschichte von Tom Sawyer und Huckleberry Finn noch im Februar auf die Bühne in Halle 19 – für Kinder ab acht Jahren und alle, die neugierig darauf sind und vielleicht damit auch Jugenderinnerungen wieder wecken möchten.

14.02.2018

Wow! Diese Frau ist ein Ereignis! Es legt sich ein Schalter um, sobald sie erscheint, ohne Spot wird es heller, die kleine Kulturkneipe Kunst & Bühne leuchtet am Samstagabend, als streife sie ein Lichtstrahl aus Las Vegas.

14.02.2018

Eine der größten Baustellen im Celler Stadtgebiet ist unweit des Günther-Volker-Stadions eingerichtet worden. Innerhalb von zweieinhalb Jahren sollen hier 50 Wohnungen entstehen.

13.02.2018