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Celle Stadt "Wasser Marsch! - Ferienpass bei der Freiwilligen Feuerwehr Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Wasser Marsch! - Ferienpass bei der Freiwilligen Feuerwehr Celle
18:20 30.06.2016
Die Kinder dürfen mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr die schweren Wasserschläuche halten. Quelle: Rabe Tabea
Celle Stadt

Vor ihm liegen einige Teelichter und viele unterschiedliche kleine Gegenstände: Schläuche, Flaschen, Gläser und Säckchen. „Brandschutzerziehung“ nennen Fachleute das. Einfacher ausgedrückt: üben, ein Feuer zu entfachen und es zu löschen.

Dölz hat nach 35 Dienstjahren genügend Erfahrung und führt die Gruppe von 30 Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren mit viel Witz durch die einzelnen Experimente. Besonders der Löschschaum hat es zum Beispiel auch dem sechsjährigen Erik angetan.

Zuvor hatten die Kinder noch so einiges in einem kleinen Film über Rauchmelder gelernt. Auch weiß jeder Schüler nun ganz genau, wie er sich in einem Brandfall verhalten muss. Über die Notruf-Nummer muss hier nun keiner mehr lange nachdenken.

Nach den Übungen teilt sich die Gruppe in zwei Hälften. Stephan Backhaus, stellvertretender Jugendfeuerwehrwart, nimmt seine Gruppe mit nach draußen. Dort dürfen nun alle einmal richtige Feuerwehrmänner und -frauen sein und die großen Wasserschläuche halten, natürlich mit Hilfe der Jugendfeuerwehr. Das war für viele, so auch für Lena (7) und Leon (9), das Größte.

„Ich will auf jeden Fall in die Jugendfeuerwehr“, erklärt Leon stolz. Backhaus freut sich. Natürlich möchte die Feuerwehr den Kindern etwas beibringen, aber die Ferienpass-Aktionen, die nun schon seit 15 Jahren dort stattfinden, sind auch immer wieder eine klasse Werbung. Oft beschließen viele der älteren Kinder danach, die Jugendfeuerwehr einmal auszuprobieren. Lukas (13), der selbst schon seit zwei Jahren Mitglied ist, hat dort viel Spaß. „Es ist keine Pflicht“, erklärt er. „Man hat hier seine Freunde, lernt wichtige Dinge für das spätere Leben und kann den Menschen helfen“, sagt der 13-Jährige. Wie den Kleineren machen ihm solche „Löschangriffe“ auch am meisten Spaß.

Danach geht es noch einmal zurück in die Halle, um sich all die großen Fahrzeuge anzusehen. Amüsiert merkt Backhaus an, dass die Kinder sich fast mehr für die Besonderheiten interessieren würden als für die Autos selbst. Gerade die Boote waren besonders begehrt, aber auch mit der Wärmekamera wollten die Kinder gar nicht mehr aufhören zu spielen. Alles in allem war es ein lehrreicher Vormittag für die Kinder, erzählen sie zum Schluss.

Von Tabea Rabe