Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Wasserspiele ohne Wasser: Celles teure Fontänen sprudeln nicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wasserspiele ohne Wasser: Celles teure Fontänen sprudeln nicht
21:38 02.05.2014
Von Michael Ende
Für Freunde von Wasserspielen ist Celle derzeit ein trockenes Pflaster: Ebbe auf der Stechbahn, und anstatt einer - Fontäne ein still ruhender Teich - im Französischen Garten. Quelle: Michael Ende
Celle Stadt

Unverwüstlich wie der Löwenzahn, an den der „Pusteblumen-Brunnen“ auf dem Robert-Meyer-Platz erinnert, sprüht sein Wasser. Er ist neben tröpfelnden „Pipenposten“ derzeit das einzige Wasserspiel, das seinem Namen Ehre macht. Längst verschwunden ist der benachbarte kleine blaue Trinkbrunnen, den notorische Schmutzfinken immer wieder als Aschenbecher zweckentfremdet hatten.

Monatelang war auch auf der Stechbahn Ebbe. Die dortigen Wasserspiel-Unterbrechungen sind die Celler längst gewöhnt. Immer wieder hat die 2004 erbaute 30 Meter lange Fontänen-Reihe in den vergangenen Jahren ihren Geist aufgegeben. „Für Reparaturen haben wir bislang insgesamt 24.000 Euro gezahlt“, so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner auf CZ-Nachfrage. Die Betriebskosten beliefen sich auf jährlich 2500 Euro für Strom, 575 Euro für Wasser sowie 7000 Euro für Wartung und Personal. Die Anschaffungskosten des Wasserspiels beliefen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf 115.000 Euro.

Immerhin: Aktuell sei das Wasserspiel auf der Stechbahn nicht kaputt, so Meißner: „Es wird derzeit auf den Betrieb vorbereitet. Das heißt, die Düsen werden gereinigt und eingestellt, die Pumpe gewartet, ein Probelauf absolviert.“ Dass der Brunnen bislang noch nicht sprudelte, sei den auch jetzt noch eventuell auftretenden Nachtfrösten geschuldet: „Bei Minustemperaturen könnten die feinen Düsen des Brunnens beschädigt werden, und das wollten wir einfach nicht riskieren.“ Grundsätzlich werde das Wasserspiel rund um Veranstaltungen wie etwa den Maifeierlichkeiten abgestellt: „Wir haben uns für den Wasserspiel-Start die kommende Woche vorgenommen.“

In Sachen Fontäne im Französischen Garten gibt es gute Nachrichten. Sie hatte im vergangenen Sommer wegen „Altersschwäche“ ihren Geist aufgegeben. Die Neuanschaffungskosten bezifferte die Verwaltung damals auf 15.000 Euro – in Zeiten von Haushaltssperren leider eine unmögliche Investition, hieß es. Jetzt sagt Meißner: „Dort sprudelt es bald wieder. Unsere hauseigene Werkstatt ist derzeit gemeinsam mit einer Fachfirma dabei, das filigrane Konstrukt wieder in Gang zu setzen. Eine neue Pumpe ist bereits installiert.“ Nun gelte es, diese unter anderem mit dem Fontänenkopf abzustimmen, so die Sprecherin: „Wir können zwar nicht auf den Tag genau sagen, wann sich die Gäste des Französischen Garten wieder über an den wirbelnden Tropfen erfreuen können. Sicher ist: Die Arbeiten werden in absehbarer Zeit angeschlossen. Zu den tatsächlichen Kosten können wir derzeit noch nichts sagen.“