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Celle Stadt Wechselspiel von Schärfe und Unschärfe, Farben und Nichtfarben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wechselspiel von Schärfe und Unschärfe, Farben und Nichtfarben
17:25 02.01.2014
Für Sandra Ende lässt das Werk - von Claudia Wissmann alle - Assoziationsmöglichkeiten offen. Quelle: Susanne Harbott
Celle Stadt

Begeben wir uns auf Tauchgang in unergründlich-mystische Tiefen. Vor uns liegt ein geheimnisumwitterter See. Aus der Tiefe erfassen uns berauschende Farben in Form von diffusem Licht. Schleierhafte Schatten sind zu erkennen. Ein bewegtes Wechselspiel zwischen Schärfe und Unschärfe, Farben und Nichtfarben, Licht und Schatten lässt alle Assoziationsmöglichkeiten für den Betrachter offen. Was ist dort verborgen? Blätter liegen wie eingefroren unter der nebulösen Oberfläche...

Das Werk, das Claudia Wissmann für uns geschaffen hat, ist poetisch tituliert als „…weißer Nebel wunderbar…“. Mit einfachsten Mitteln schafft die Hannoveraner Künstlerin bewegende Effekte: Verpackungsmaterial, Blätter und Leuchtstoffröhren; mal farbig, mal monochrom. Alles präzise arrangiert unter einer halbtransparenten Plexiglasplatte. Die Natur und der Gedanke des Recyclings spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Die Installation der Claudia Wissmann, eigens für das Projekt Scheinwerfer entworfen, nimmt uns mit auf eine sinnliche Reise. Sie verzaubert, regt zum Nachdenken an, zieht uns in ihren Bann. Und ist somit allemal einen Besuch im Kunstmuseum Celle wert.

Sandra Ende ist Diplom-Pädagogin und bietet seit 2009 als freie Mitarbeiterin Führungen und Kunstvermittlung für das Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon an. Die Ausstellung „Scheinwerfer. Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert“ läuft noch bis zum 30. März 2014. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr.

Von Cellesche Zeitung