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Celle Stadt Weichen für neue Wohnanlagen auf Allerinsel werden gestellt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weichen für neue Wohnanlagen auf Allerinsel werden gestellt
16:10 10.06.2016
Von Michael Ende
Die direkt am Hafen gelegene Wohnbebauung öffnet sich zur "Waterkant" hin. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Klaus von Ohlen vom Allerinsel-Sanierungsträger BauBeCon schlug der Politik im Ausschuss vor, mit welchen Investoren die Wohnhäuser realisiert werden sollten. Unstrittig waren dabei die aufgelockerten und doch strukturierten Baukörper der Firma Hofschröer mit viel Grün entlang der südlichen Hafenkante und mit zur Mühlenaller orientierten Stadthäusern.

Auch über den Hafen-Turm der Helma Wohnungsbau am gegenüberliegendem Ende des Hafenbeckens gab es keine Diskussionen. Von Ohlen erläuterte, dass dieses markante Gebäude etwas höher als ursprünglich angedacht werden sollte: „Mit nunmehr 37,50 Metern wird der Turm ein wenig höher, weil das ursprünglich angedachte Sky-Restaurant an der Spitze jetzt durch Maisonette-Wohnungen ersetzt werden soll.“ Diese Architektur sei „besonders“, aber auch „überschaubar“: „Das Gebäude ist hoch, aber es eröffnet für Celle keine neuen Höhendimensionen.“ Zum Vergleich: Mit rund 75 Metern Höhe ist der Turm der Stadtkirche das höchste Gebäude der Stadt.

Hinsichtlich der Bebauung an der Längsseite des Hafenbeckens muss sich der Rat zwischen zwei Investoren, die beide den zweiten Platz in diesem Wettbewerbs-Part belegten, entscheiden. Nachdem die Celler WBG ihren Rückzug aus dem Projekt erklärt hatte, schlug von Ohlen vor, auch den ehemaligen WBG-Partner KSW außen vor zu lassen. Der KSW-Entwurf wurde als zu massiv und geschlossen charakterisiert. Favorit für von Ohlen ist der Entwurf von von Bothmer/Primus: „Der Entwurf bietet weiterhin einen hochwertigen Städtebau mit qualitätvoll wirkenden Baukörpern und Fassaden zur Hafenseite bei gleichzeitiger optischer Durchlässigkeit zur hinterliegenden Bebauungsreihe.“ Auch die Fassaden der nördlichen Baukörper ließen „keine Fragen offen“: „Die Fassaden zeigen eine gut vertretbare Architektur zur Hafen- wie auch an den Erschließungsstraßen. Die zwischen den Gebäuden liegende Grünfläche hat einen halböffentlichen Charakter, alle Wohnungen haben eine gute Besonnung und einen Blick zur Hafenfläche und sind somit ein erkennbarer Teil der Hafenrandbebauung.“

Joachim Falkenhagen (FDP) begrüßte diese Vorschläge: „Das passt. So sollten wir es machen.“ Auch Jürgen Rentsch (SPD) sagte, man solle mit den von von Ohlen vorgeschlagenen Investoren Kaufverhandlungen starten: „Uns gefällt diese offene Bauweise und auch der Turm.“ „Das passt alles sehr gut zusammen“, meinte auch Torsten Schoeps (WG). Heiko Gevers (CDU) bat sich noch ein paar Tage Bedenkzeit aus: „Wir wollen das noch am Montag in der Fraktion besprechen.“ Im Ausschuss einigte man sich darauf, dass die Entscheidung am Dienstag im Verwaltungsausschuss beraten und am Donnerstag im Stadtrat gefällt werden solle.

Stadtbaurat Ulrich Kinder sagte, dass man sofort nach der Ratsentscheidung in Verkaufsverhandlungen mit den Investoren treten wolle: „Den Bebauungsplan könnten wir im Spätherbst fertig haben, so dass dort im Frühjahr 2017 losgebaut werden könnte. Das streben wir an.“