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Celle Stadt Weihnachtskrippen auf Sondermarke verewigt Zitat und Portrait von Fritz Reuter schmückt Briefe
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weihnachtskrippen auf Sondermarke verewigt Zitat und Portrait von Fritz Reuter schmückt Briefe
11:29 17.11.2010
Maria mit Jesuskind 45+20 Cent - Die Anbetung der Könige 55+25 Cent - Das Frühstück - Fritz-Reuter-Zitat und Portrait - Radierung Adler Eröffnungsfahrt - Ski-Szene Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Sonderpostwertzeichen-Serie: „Weihnachten“ 2010, Thema: Weihnachtskrippen

Motive: „Maria mit Jesuskind“ (45 + 20 Cent) und „Die Anbetung der Könige“ (55 + 25 Cent)

Die Weihnachtsmarken werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Zuschlagserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.

Schon im 14. Jahrhundert wurden in einigen römischen Kirchen die Geburt und die Anbetung des Christuskindes mit kleinen Figuren dargestellt. Ab Anfang des 16. Jahrhundert gab es in Italien die ersten eigenständigen Kirchenkrippen. Die oft sehr künstlerischen und wertvollen Figuren und Krippen wurden vor allem „bei Hofe“ verwendet, weniger in Kirchen und anfangs nicht beim Volke. Die Möglichkeit, die Krippe zur Vermittlung und Veranschaulichung des christlichen Glaubens zu nutzen, wurde erst viel später erkannt.

Für die Münchner Liebfrauenkirche wurde ca. 1590 eine der frühesten Kirchenkrippen im nordalpinen Bereich gebaut. Um 1900 herum kaufte dann die Münchner Liebfrauenpfarrei bei dem herausragenden bayerischen Krippenkünstler Sebastian Osterrieder (1864-1932) Figuren für eine neue Domkrippe. Dies war die Basis für die Münchner Domkrippe, so wie wir sie heute kennen. Dargestellt sind die Geburt Christi und die Anbetung der Könige.

Maria mit Jesuskind

Die Darstellung der Geburt Christi beschränkt sich auf die zentralen Motive: Das Christuskind liegt auf einer Decke in der Futterkrippe, Maria sitzt daneben, Josef steht an ihrer Seite, und im Hintergrund lagern der Ochse und der Esel. Mutter und Kind sind als eine Figur gearbeitet, wodurch bei jeder Aufstellung die Beziehung der beiden zueinander gewahrt bleibt. Das Kind wendet sich mit ausgebreiteten Armen dem Betrachter zu. Die Füße hat es übereinander geschlagen, wodurch bereits das Thema der Kreuzigung anklingt. Die Mutter ist ganz auf das Kind konzentriert, auf dessen Schlafstatt, am Haupt und an den Füßen, ihre Hände ruhen. Mit dieser Gestaltung der Gottesmutter entwickelt der Künstler eine zweifache Aussage: Einerseits kommt ihre mütterliche Fürsorge für das Neugeborene zum Ausdruck, andererseits zeigt sie dem Betrachter den Gottessohn, der für die Menschheit am Kreuz geopfert werden wird.

Auch die Anbetung der Könige ist auf die zentralen Motive konzentriert. Unter einem Baum sitzt Maria, auf ihrem Schoß das Jesuskind. Zur Seite von Mutter und Kind steht Joseph. An die Familie sind die drei Könige herangetreten und bringen ihre Gaben. Über allem strahlt der Stern, der Kaspar, Melchior und Balthasar den Weg gewiesen hat. Mutter und Kind sind – wie in der anderen Szene – zu einer Figur gearbeitet. Mit dem Knaben auf dem Schoß Mariens sind hier zwei traditionsreiche Motive der christlichen Bildsprache aufgegriffen: Maria ist, gemäß der Lauretanischen Litanei, als Sedes sapientiae, als Sitz der Weisheit ausgewiesen. Die drei Könige, die allesamt demutsvolle Gesten vollführen, huldigen dem Jesusknaben, der hier als die Verkörperung der Weisheit und als König der Könige dargestellt ist.

Sonderpostwertzeichen: „750 Jahre Knappschaft“

Motiv: „Das Frühstück“

Als älteste Sozialversicherung der Welt hat die Knappschaft das deutsche und europäische Sozialsystem geprägt wie kaum eine andere Institution. Sie ist entstanden aus den besonderen Gefahren im Bergbau und der daraus erwachsenen Notwendigkeit einer sozialen Absicherung.

Der Ursprung der Knappschaft geht zurück auf eine Urkunde des Hildesheimer Bischofs Johann I. von Brakel vom 28. Dezember 1260, der der Sankt Johannis Bruderschaft am Rammelsberg bei Goslar seinen Schutz zusichert bei der Unterstützung armer und schwacher Bergleute und deren Hinterbliebenen. In vielen Bereichen des Sozialwesens war die Knappschaft in den darauf folgenden Jahrhunderten vorbildhaft. Hier haben soziale Sicherung und Krankheitsfürsorge ihren Ursprung.

In der Geschichte der Knappschaft liegt die Geburtsstunde der Renten- und Krankenversicherung, der Hinterbliebenenversorgung, der ersten Rentenformel, der Sozialversicherungspflicht, der gemeinsamen Beitragszahlung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie der Begründung der sozialen Selbstverwaltung. Das alles sind Meilensteine auf dem Weg der Entwicklung unseres heutigen modernen Sozialstaates. Die Knappschaft hat in ihrer Geschichte bis heute einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Sozialsystems in Deutschland und darüber hinaus geleistet.

Sonderpostwertzeichen: „200. Geburtstag Fritz Reuter“

Motiv: Fritz–Reuter–Zitat und Portrait

Am 7. November 2010 jährt sich der Geburtstag des Dichters und Demokraten Fritz Reuter (1810 – 1874) zum 200. Mal. Durch seine zumeist niederdeutsch geschriebenen Werke und durch sein Lebensschicksal hat sich Reuter dem kulturellen Gedächtnis eingeprägt. Bis heute besitzt Reuter eine große Popularität. Auch in der Gegenwart werden seine Werke, die in viele europäische Sprachen und ins Japanische übersetzt wurden, immer wieder neu aufgelegt.

Mit seinem Jahrhundertroman „Ut mine Stromtid“ oder dem Versepos „Kein Hüsung“ gehört Fritz Reuter zu den großen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts und zu den bedeutendsten Humoristen der deutschen Literatur. Die zu seiner Zeit unbeachtete Landbevölkerung und die im Leben „Unterliegenden“ bekamen durch ihn eine Stimme.

Dem Werk Reuters kommt überzeitliche und aktuelle Bedeutung zu. In die Kulturen der Länder und Regionen Europas bringt es eine unverwechselbare Stimme aus Mecklenburg-Vorpommern ein. Wegen seines Einsatzes für Freiheit, Gerechtigkeit und die Einheit Deutschlands ist Fritz Reuter verfolgt und in Haft genommen worden; gleichwohl hat er an seinen Idealen festgehalten. Er war daher nicht nur ein bedeutender Dichter, sondern er zählt auch zu den großen Persönlichkeiten der deutschen Demokratiegeschichte.

Sonderpostwertzeichen: „175 Jahre Eisenbahn in Deutschland“

Motiv: Radierung „Adler Eröffnungsfahrt“

Am 7. Dezember 1835 um 9 Uhr ging die Dampflok „Adler“ der Gesellschaft „Ludwigs-Eisenbahn“ unter dem Jubel von tausenden von Menschen in Nürnberg auf die Jungfernfahrt. Die Fahrt nach dem nur 6 Kilometer entfernten Fürth mit 35 km/h und 200 Fahrgästen machte Nürnberg zum Geburtsort der Eisenbahn in Deutschland. Damals brach ein regelrechtes Eisenbahn-Fieber aus. 5 Jahre später umfasste das Streckennetz bereits 541 Kilometer. Die Dauer für das Überwinden der Entfernungen schrumpfte mit jedem Kilometer des Netzausbaues weiter und weiter.

Fortschritt konnte rascher verbreitet werden, die – geschäftliche als auch die private - Kommunikation konnte viel schneller erfolgen. Die Beförderung der verschiedenartigsten Materialien erfolgte seit dem in größeren Mengen und nach festen Zeiten. Heute ist die Bundesrepublik weltweit eines der Länder mit dem engsten Eisenbahnnetz. Das Streckennetz mit ca. 37.000 Kilometern wird täglich mit über 39.000 Zügen (Güter- und Personenverkehr) befahren und von über sechs Millionen Menschen genutzt. Im Jahr 2009 wurden weit über 300 Millionen Tonnen Fracht auf den deutschen Schienen befördert.

Der Eisenbahnverkehr ist mehr denn je international geprägt. Hochgeschwindigkeitszüge wie der ICE, der Thalys, der TGV und der Eurostar verbinden immer mehr Länder miteinander. Nirgendwo ist die Zahl konkurrierender Bahnunternehmen so hoch wie in Deutschland: 323 Eisenbahnverkehrsunternehmen sind auf deutschen Schienen unterwegs.

Auch in Zukunft ist die Schiene als Verkehrsträger gefragt. Angesichts wachsender Verkehrsströme und der Herausforderungen im Klimaschutz sind energieeffiziente und umweltschonende Verkehrslösungen wichtiger denn je.

Sonderpostwertzeichen: „FIS Alpine Ski Weltmeisterschaften 2011“

Motiv: Ski-Szene

„Festspiele im Schnee“, so lautet das Motto der FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 in Deutschland. Sie werden nach 1978 bereits zum zweiten Mal in Garmisch-Partenkirchen stattfinden.

Rechtzeitig zu den Weltmeisterschaften im eigenen Land vom 7. bis 20. Februar 2011 rangiert eine große Zahl deutscher Sportler unter den Besten der Welt. Wettkampfstätten sind die Kandahar-Arena am Kreuzeck für die Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom und die Gudiberg-Arena für den Spezial- und den Kombinationsslalom.

Das Motto „Festspiele im Schnee“ drückt aus, dass die WM mehr als nur eine Sportveranstaltung werden soll. Der frühere Wohnort des Komponisten Richard Strauss und Geburtsort des Dichters Michael Ende wird – neben den natürlich im Vordergrund stehenden Sportveranstaltungen - mit seinen vielen Veranstaltungsbühnen, seinen Museen und seinen Erinnerungen an die großen, in Garmisch- Partenkirchen beheimateten Namen ein umfangreiches und anspruchsvolles Kulturprogramm bieten.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt