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Celle Stadt Weihnachtsmann unter die Lupe genommen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weihnachtsmann unter die Lupe genommen
13:21 20.11.2017
Quelle: Peter Bierschwale
Celle Stadt

Der Beruf des Weihnachtsmannes hat nicht nur erfreuliche Seiten. Insoweit ist es verdienstvoll, dass Decker die dunklen Seiten schonungslos aufgedeckt hat. Ein Bezug zu lokalen Celler Problemen war dabei nicht immer zu vermeiden: So scheinen der Weihnachtsmann und sein Elch von einer großen Baustelle auf ihrem Weg nach Celle gestoppt worden zu sein, und der Elch spricht: „Ich sehe die Innenstadt im Fernglas! Aber wie kommen wir hin?“.

Es ist bei Vernissagen, die eine Verbindung zum Atelier 22 besitzen, zur Tradition geworden, dass Wolfgang Decker diese musikalisch einrahmt. Die Laudatio hielt Horst G. Brune, auch Maler und Mitglied beim Atelier 22. „Seine heiteren Zeichnungen sollen Ereignisse und Zustände hervorheben, meist mit einer Portion spöttischer Kritik und einem fröhlichen Blick auf die Weihnachtszeit“, erklärte Brune. Decker sei zu der Erkenntnis gekommen, dass auch ein Teil von ihm Weihnachtsmann sei.

Deckers Zeichnungen sehen auf den ersten Blick so aus wie die kitschigen Aufdrucke auf Weihnachts-Süßigkeiten, aber schnell offenbart sich ihr Biss: Eine Karikatur hat er „Still und starr ruht der See“ genannt. Der Weihnachtsmann ist auf dem dünnen Eis eingebrochen, und ein Elch und einige Hasen bemühen sich um seine Rettung. Bei einem zweiten Blick entdeckt man dann im Hintergrund den unauffälligen Pressefotografen, der das Ganze festhält.

Die Karikaturen sind preiswert zu erwerben, außerdem gibt es sie in Form von Postkarten für 50 Cent.

Von Peter Bierschwale