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Celle Stadt "Konzept ist aufgegangen"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Konzept ist aufgegangen"
17:36 27.12.2018
Von Gunther Meinrenken
Die Stände auf der Stechbahn sind von den Besuchern des Weihnachtsmarkts gut angenommen worden. Quelle: David Borghoff
Celle

Eigentlich hatte Dirk Dräger von der "Glöggschenke Dräger" keine großen Erwartungen, als er seinen Getränkestand beim Weihnachtsmarkt auf der Stechbahn aufgebaut hat. Zwölf Jahre lang war er zuvor immer auf dem Großen Plan gewesen, bevor er dieses Jahr im Zuge der Ausweitung des Weihnachtsmarkts von seinem angestammten Platz versetzt wurde. "Doch das genaue Gegenteil war der Fall", fasste der Aussteller gestern am letzten Tag der Veranstaltung seine Erfahrungen der zurückliegenden Tage zusammen. "Ich hatte mehr Platz und konnte noch eine kleine Sitzhütte für meine Kunden aufbauen, es gab mehr Laufkundschaft. Hier herrscht nicht so ein Gedränge wie auf dem Großen Plan. Wenn dort 20 bis 30 Leute an meinen Tischen standen, wirkte es voll, hier gar nicht. Der Weihnachtsmarkt ist nach langer Zeit wieder im Aufwind", stellte Dräger fest.

Celle als eine große Weihnachtsstadt

Diese Reaktion von Dräger dürfte Wasser auf die Mühlen von Oberbürgermeister Jörg Nigge und Klaus Lohmann, Geschäftsführer der Celle Tourismus & Marketing GmbH (CTM), sein. Beide hatten die Ausdehnung des Weihnachtsmarkts über die Stechbahn bis vor das Schloss initiiert, um Celle als eine große Weihnachtsstadt zu präsentieren. "Das Konzept ist aufgegangen", zog Lohmann eine "durchweg positive" Bilanz.

Stechbahn optimieren

Dass auf der Stechbahn die Stände nur auf der Seite des Bomann-Museums durchgehend bis zum Schlossplatz vertreten waren, habe "organisatorische Gründe" gehabt. Auf der gegenüberliegenden Seite klaffte eine gut 60 Meter lange Lücke, die das Erscheinungsbild etwas störte. Lohmann möchte das beheben. "Im nächsten Jahr werden wir das optimieren", verspricht der CTM-Geschäftsführer. Gleichwohl habe auch diese Verlängerung schon gereicht, um eine durchgehende Wegeverbindung von der Innenstadt zum Schloss herzustellen, wo erstmals Stände der Weihnachtsmanufaktur festliche Stimmung verbreiteten. Als Verbindungsglied habe hier das Riesenrad gedient, "das wir deswegen genau an der Ecke Stechbahn/Schlossplatz platziert haben. Das hat funktioniert", so Lohmann. Genauso wie die Ampel, die extra dort aufgestellt wurde, um die Besucherströme besser zu lenken.

Lichterparade, Feuershow und Eisstockschießen

Die Einbeziehung des Schlosses als Weihnachtsmarktkulisse – wenn auch dieses Jahr verhängt – sei gelungen. "Der gesamte Weihnachtsmarkt hat davon profitiert. Wir haben es geschafft, die Besucher durch den ganzen Markt zu leiten", sagte Lohmann. Das dahinter stehende Lichtkonzept werde weiter ausgebaut. Die Weihnachtsmanufaktur habe ebenso wie Designachten mit hochwertigen Produkten noch einmal einen anderen Akzent gesetzt. Außerdem seien die dortigen Attraktionen wie Lichterparade, Feuershow oder auch das Eisstockschießen eine Bereicherung gewesen.

Weihnachtsmanufaktur muss sich noch "einlaufen"

Bei den Ausstellern vor dem Schloss sieht man allerdings noch Luft nach oben. Ricardis Orsillo war zum ersten Mal mit ihrem Stand, an dem sie Duftöle, Porzellan, Kissen, Kerzen und auch Stofftäschchen für Handys und Tablets verkauft, in Celle. "Die Anfangstage waren gut besucht, dann kam eine kleine Durststrecke, in der vergangenen Woche war es wieder etwas besser. Der Markt ist neu, ich denke, das muss sich erst noch einlaufen", sagte Orsillo.

Mit viel Liebe zum Detail

Auch andere Neuerungen wie der kleine Weihnachtsmarkt im Alten Posthof mit Schwoof im Hof oder auch der Lebendige Adventskalender, der von den Geschäftsleuten der Innenstadt auf die Beine gestellt worden war, hätten nicht unwesentlich zum Erfolg des Weihnachtsmarktes beigetragen. "Die Kreativität und die Bereitschaft der Händler, etwas zu machen, sind der richtige Ansatz, um eine Stadtgemeinschaft zu formen", lobte Lohmann das Engagement. Und dann wären es auch die kleinen, liebenswerten Details, die für einen Besuch des Celler Weihnachtsmarkts sprächen. "Wie die Erzählstube, die war von den Schulen und Kitas sehr gut gebucht worden. Eine Familie aus Bremen hat sich extra noch einmal dafür bedankt, dass ihnen so etwas Großartiges geboten worden ist", freute sich der CTM-Geschäftsführer.

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