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Celle Stadt Weihnachtsmarkt beginnt am Donnerstag
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weihnachtsmarkt beginnt am Donnerstag
16:46 26.11.2018
Sven Behrens verteilt Holzschnitzel vor dem Schloss. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

"Hey, du musst das so aufstellen, dass das Rentier auch richtig angestrahlt wird", ruft Mario Wimmert seinem Mitarbeiter zu, der gerade in luftiger Höhe auf dem Giebel der Flammlachs-Bude auf dem Großen Plan sitzt und den letzten Feinschliff vornimmt. Ringsherum sieht die Situation nicht anders aus. Überall wird geschraubt, gebaut und poliert, denn schließlich verbleiben nur noch zwei Tage, bis der Celler Weihnachtsmarkt am Donnerstag seine Pforten öffnet.

Vorm Schloss ist dieses Jahr einiges los

Die Vorbereitungen nehmen dementsprechend in diesen Tagen nochmal volle Fahrt auf. Mehr als 70 Buden müssen hergerichtet werden. Vor dem Schloss sitzt Sven Behrens in seinem Bagger und verteilt hunderte Kilogramm Hackschnitt auf dem Vorplatz. Seine beiden Kollegen sorgen mit Schaufel und Besen dafür, dass auch alles ordentlich wird. "Wir haben um acht heute Morgen angefangen, bis Mittag wollen wir fertig sein", erzählt er durchs Fenster seines Fahrzeugs. Dort, direkt vor dem Schloss, gibt es dieses Jahr erstmalig die "Weihnachts-Manufaktur". 20 kleine, liebevoll dekorierte Hütten für Handarbeiten aus den Bereichen Design, Lifestyle, Dekoration und Schmuck stehen schon bereit.

Endlich wieder ein Riesenrad

Einige Meter weiter auf der Stechbahn stellen eine handvoll Männer gerade ein riesiges, rot-weißes Metallgerüst auf. "Das wird ein Riesenrad", erklärt Sven Pröve. Nachdem der Celler Weihnachtsmarkt nun jahrelang ohne das beliebte Fahrgeschäft auskommen musste, gibt es dieses Jahr also wieder die Möglichkeit, die Fachwerkhäuser von oben anzuschauen. "Wir haben das Riesenrad erst im März gekauft, das war eigentlich eine zufällige Idee", sagt Pröve schmunzelnd, der bislang immer nur mit verschiedenen Essenständen auf dem Weihnachtmarkt vertreten war. "Ich bin gespannt, wie die Besucher es annehmen, es ist auf jeden Fall mal etwas anderes."

Lichter leiten den Weg

Anders ist in diesem Jahr auch das Konzept. „Wir haben unseren Weihnachtsmarkt bewusst zur Weihnachtsstadt erweitert", kündigt Klaus Lohmann, Geschäftsführer der Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM), an. Das Schloss solle in den vorweihnachtlichen Zauber mite ingebunden werden und voll und ganz dazugehören. Um dieses Vorhaben zu verdeutlichen, säumen Metalltraversen den Weg entlang der Stechbahn. Sie sind festlich mit Tannenzweigen und Lichtern dekoriert. "So entsteht eine Verbindung zwischen Schloss und Stadt, das Licht soll den Leuten den Weg weisen", erklärt Sarah Jacobi von der CTM.

Buden wechseln bekannte Standorte

Bei den Standbetreibern stößt diese Neuerung auf positive Resonanz. "Ach, Veränderungen müssen nicht schlecht sein, wir erhoffen uns dadurch hier auf der Stechbahn noch mehr Laufkundschaft", sagt Matthias Hellwig, der gerade an den letzten Feinheiten an seiner Punsch-Bude herumwerkelt. Gespannt, wie der neue Standort ankommt, ist auch Janina Radinz. Sie und ihre Schwester kennen den Celler Weihnachtsmarkt wie ihre Westentasche. "Unsere Kartoffelpuffer-Bude gibt es schon seit 27 Jahren", erzählt sie mit glänzenden Augen. "Es kann jetzt dann auch endlich losgehen, wir sind bereit und freuen uns tierisch."

420 Tannenbäume für Celle

Alle Hände voll zu tun haben währenddessen noch Maik Funk und sein Team. Sie sind für die Anlieferung von rund 420 Tannenbäumen und zusätzlich 600 Kilogramm Grünschnitt zuständig. "Wir haben hier einen ganzen Hänger voll, und auf dem Großen Plan stehen auch noch zwei weitere", wirft er kurz ein, bevor er den nächsten Baum vom Hänger in die Arme seines Kollegen wirft. Was danach mit den Nadelbäumen passiert, liege nicht mehr in ihrer Verantwortung. "Wir sind nur für die Anlieferung zuständig, das machen wir nun schon seit einigen Jahren."

Wenn am Donnerstag also die Lichter angehen, aus den Buden köstlicher Duft von Lebkuchen und Glühwein durch die Straße zieht, dann hat sich der ganze Aufwand wieder einmal gelohnt.

Von Marie Nehrenberg

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