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Celle Stadt Weitere Großbaustelle eröffnet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weitere Großbaustelle eröffnet
17:40 20.06.2011
Von Oliver Gatz
Wegen Bauarbeiten ist die Straße Neustadt nur noch stadtauswärts befahrbar. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

In der Straße Neustadt herrscht derzeit reger Baubetrieb. Grund sind Sanierungsarbeiten, die kürzlich begonnen haben. Bis Jahresende soll das Vorhaben abgeschlossen sein.

Im Zuge der Straßenerneuerung ist die Verkehrsführung neu geregelt worden. Die Neustadt ist nunmehr Einbahnstraße und kann nur stadtauswärts befahren werden. Autofahrer dürfen jetzt von der Bredenstraße nur noch links abbiegen. Rechtsabbiegen Richtung Bahnhofsunterführung ist nicht mehr gestattet. Wie Edgar Frick, Fachdienstleiter Allgemeine Ordnung, in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Neustadt/Heese erläuterte, ist es durch die geänderte Verkehrsführung bislang zu keinen nennenswerten Beeinträchtigungen gekommen. Die Autofahrer hätten sich auf die neue Verkehrssituation eingestellt.

Momentan steht die Erneuerung des Straßenunterbaus im Vordergrund. Dazu wird eine „Wanderbaustelle“ für die einzelnen Hausanschlüsse eingerichtet. Wie Frick ausführte, ist die Einbahnstraßenregelung erforderlich, weil die Fahrbahnbreite für die Bauarbeiten verringert wurde. „Das kann nicht unter vollem Verkehr abgewickelt werden“, erläuterte er.

Die Wahl des Pflastersteins hatte in der Vergangenheit Kritik ausgelöst. In der Einwohnerversammlung im Herbst vergangenen Jahres monierten einige Bürger, dass der geplante gelbe Klinkerstein bei Nässe sehr glatt sei und Fußgänger darauf ausrutschen könnten. Die Verwaltung nahm die Bedenken auf und forderte die Klinkerwirtschaft im Rahmen der Ausschreibung auf, einen Stein mit höherer Rutschfestigkeit zu produzieren. Wie Helmut Knabe, Fachdienstleiter Tief- und Landschaftsbau bei der Stadt Celle, erläuterte, soll nun dieser verbesserte Pflasterstein in der Neustadt verlegt werden. Die erhöhte Rutschfestigkeit sei von einem Baustofflabor geprüft worden. Für den Radweg sei ein anthrazitfarbener Betonstein vorgesehen, fügte Knabe hinzu.

Einige Anwohner erhoffen sich im Zuge der Sanierung eine Verbesserung der Parksituation. Sie beklagen, dass Pendler viele Parkplätze tagsüber mit ihren Autos besetzen. Frick wies darauf hin, dass man in dem Parkhaus am Bahnhof für 1,50 Euro pro Tag sein Auto abstellen könne. Eventuell könne auch über Stellplätze mit Parkscheibe nachgedacht werden.

Die Straßensanierung soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein - also vor dem Ende der Arbeiten am Bahnhofstunnel im Juni 2012. Dadurch wird nach den Tunnelarbeiten eine neue Großbaustelle vermieden. Früheren Angaben zufolge geht es um eine Investitionssumme einschließlich Planungskosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro, die sich Bund, Land und Stadt teilen. Oliver Gatz