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Celle Stadt Weiterhin höchste Gefahrenstufe für Waldbrände im Landkreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weiterhin höchste Gefahrenstufe für Waldbrände im Landkreis Celle
20:32 22.05.2018
Von Christian Link
"Waldfeuer entstehen meistens aus dem Boden heraus", weiß Förster Knut Sierk. Kurze Regenfälle sind deswegen häufig nur ein Tropfen auf den heißen Stein. "So ein Schauer bleibt meistens in den Kronen hängen. Wenn die Niederschläge unten nicht ankommen, hilft das gar nicht so viel." Quelle: Christian Link
Celle Stadt

Der letzte richtige Regentag im Celler Land liegt eine Weile zurück. Die Wetterstationen in Faßberg und Bergen haben im gesamten Mai bislang jeweils keine zwei Millimeter an Niederschlägen gemessen. Die Station Celle erfasste den einzig nennenswerten Regen am vergangenen Mittwoch (4 Millimeter). Viel mehr kam in diesem Monat nicht runter. Die Folge des trockenen Frühsommers: Es herrscht akute Waldbrandgefahr rund um Celle.

Laut dem Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes gilt im gesamten Landkreis heute wieder die höchste Gefahrenstufe 5. Und auch in den kommenden Tagen verbessert sich die Situation nur rund um Bergen ein wenig. Im Bereich der Messstationen Celle und Faßberg bleibt das Waldbrandrisiko weiterhin "sehr hoch". Beim sogenannten Graslandfeuerindex sieht es nur etwas besser aus. Die Brandgefahr in offenem Gelände hat sich seit Tagen auf den zweithöchsten Wert eingependelt.

"Gerade bei dieser Wetterlage kann sich ein Waldbrand bei entsprechendem Wind schnell ausdehnen", mahnt Kreisfeuerwehrsprecher Olaf Rebmann. Eine so lange Trockenphase habe er zuletzt 2015 erlebt. Gefährlich sei die Lage auch durch das trockene Totholz, das teilweise noch von den Herbststürmen des vergangenen Jahres stammt. Rebmann: "Leider gibt es viele Waldgebiete, die noch nicht aufgeräumt sind."

Die Feuerwehr Westercelle rückte am Sonntag zu ihrem ersten Waldbrand aus. Sie löschte eine 200 Quadratmeter große Fläche an der Bahnstrecke auf Höhe des CBR-Fashion-Outlets. Vermutlich hatte ein Heißläufer an einer durchfahrenden Bahn das Böschungsfeuer verursacht. Sechs Tage zuvor hatte eine defekte Zugbremse entlang der Bahnstrecke zwischen Celle und Lehrte sogar für einen Feuerwehr-Großeinsatz gesorgt. Auf einer Strecke von 12 Kilometern brannte die Böschung entlang der Schienen. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz – allerdings keine Kameraden aus dem Landkreis Celle.

Ein ähnliches Szenario könnte sich auch entlang der Bahngleise weiter nördlich ereignen. "Insbesondere die Bahnstrecke zwischen Eschede und Unterlüß ist ein sehr gefährdetes Gebiet", sagt Rebmann. Das bestätigt auch auch Förster Knut Sierk, Sprecher der Landesforsten Niedersachsen. Das Brandrisiko entlang der Bahnstrecke durch Funkenflug sei schon seit April ziemlich hoch. "Im Frühjahr haben wir noch das trockene Gras vom Vorjahr", erläutert Sierk. Die nächste Gefahrenperiode erwartet er im Spätsommer: "Dann trocknet das Gras wieder aus und die Gefahr steigt wieder an."

Seit der großen Feuerkatastrophe von 1975, als in der Heide rund 5000 Hektar Wald verbrannten, sind die Landesforsten jedoch gewarnt. Um die lichten Kiefernwälder im Nordosten zu schützen, legen die Förster seit Jahren sogenannte Waldbrandriegel an. Dabei handelt es sich um mindestens zehn Meter breite Streifen mit Laubbäumen oder Sträuchern, die eine Feuerwalze ausbremsen können. Zudem gibt es immer mehr Löschwasserteiche. "Es ist das A und O bei einem Waldbrand, genug Wasser vor Ort zu haben", sagt Sierk, der 1995 selbst als Feuerwehrmann beim großen Waldbrand bei Munster-Dethlingen im Einsatz war.

Eine große Brandkatastrophe hält Sierk heutzutage für unwahrscheinlich: "Die Feuerwehren sind gut ausgerüstet, die automatische Waldbrandfrüherkennung ist wirklich klasse und jeder in der Bevölkerung hat ein Handy." Dadurch könnten große Feuerbrünste gar nicht erst entstehen. Laut Feuerwehrsprecher Rebmann hat sich außerdem das Bewusstsein für Waldbrandgefahren verbessert: "Viele Leute rauchen nicht mehr im Wald und grillen nur noch dort, wo es erlaubt ist."

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