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Celle Stadt Wenig Schnee im Celler Land
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wenig Schnee im Celler Land
17:15 04.02.2015
Am 24. Januar wurde es in Celle kurz winterlich. Die stadtbekannten Gänse - im Schlosspark störten sich an der dünnen Schneedecke nicht. Am nächsten Tag war der Schnee schon wieder geschmolzen.  Quelle: Alex Sorokin
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Nach dem nasskalten Start in den Februar kann sich der Winter auch im weiteren Verlauf nicht festsetzen. Ganz im Gegenteil: In der neuen Woche geht es mit den Temperaturen schon wieder bergauf. Bis zum Wochenende bleibt es aber noch kalt. Unter deutlich steigendem Luftdruck nimmt die Niederschlagsneigung zunächst ab und nach Auflösung von Hochnebelfeldern kann sich besonders am Freitag für längere Zeit die Sonne zeigen. Am Samstag sorgt eine Kaltfront von Norden her im Tagesverlauf für dichtere Wolken und am Nachmittag gebietsweise für etwas Sprühregen mit örtlicher Glatteisgefahr. Sonntag setzt sich in der Südheide erneut ruhiges und teilweise freundliches Wetter durch. Während das Quecksilber an allen Tagen in den leichten Plusbereich wandert, geht es in den Nächten auf minus 1 bis minus 5 Grad abwärts.

Ab Montag wendet sich das Blatt. Grund ist ein umfangreiches Hoch über dem Ostatlantik, das sich mit seinem Kern nach Irland verlagert. An seiner Nordflanke gelangt mit nordwestlichen Winden deutliche mildere und feuchtere Meeresluft vor allem nach Norddeutschland. Frostfreies und überwiegend nebligtrübes Schmuddelwetter mit gelegentlich etwas Regen oder Sprühregen wird uns voraussichtlich über weite Teile der kommenden Woche begleiten. Nach dem aktuellen Stand der Wettermodelle zeichnet sich auch danach keine Rückkehr des Winters ab. Das müsste aus klimatischer Sicht eigentlich in der Spätwinterphase um die Monatsmitte herum geschehen. So scheint sich auch in diesem Winter die altbekannte Wetterregel „Ist bis Dreikönig (6. Januar) kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter“ zu bestätigen.

Nach dem deutlich zu milden, trüben und erheblich zu nassen Dezember, hatte auch der triste Januar wenig Winterliches zu bieten. Eine schier endlose Kette atlantischer Sturmtiefs sorgte in den ersten beiden Monatsdritteln für viel Regen, Wind und – besonders in der zweiten Dekade – auch sehr milde Temperaturen. Durch die permanente Westströmung blieb der über Nordskandinavien anstehenden arktischen Frostluft der direkte Weg nach Mitteleuropa versperrt. Erst im letzten Januardrittel konnte sich diese als nur noch nasskalte Variante vom Nordmeer her bei uns durchsetzen. Entsprechend dümpelten die Tages- und Nachtwerte zwischen Aller und Elbe vorzugsweise um den Nullpunkt herum. Dabei hinterließen die geringen Schneefälle meistens nur eine dünne Schneedecke, die tagsüber bei leichten Plusgraden rasch wieder abtaute. Bemerkenswert für den gewöhnlich kältesten Monat des Jahres: Sowohl die monatliche Höchst- als auch Tiefsttemperatur lag im Januar höher als im Dezember.

Von Reinhard Zakrzewski