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Celle Stadt Weniger junge Komasäufer in Celler Region
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weniger junge Komasäufer in Celler Region
17:57 09.01.2014
Von Oliver Gatz
In der Region Celle ging die Zahl jugendlicher Komasäufer zurück. Quelle: Jens Büttner
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Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Celle 50 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik. Im Jahr zuvor waren es noch 60 Fälle. „Das ist eine erfreuliche Tendenz“, sagt Professor Martin Kirschstein, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik am AKH. „Wir haben viel unternommen“, spricht er die diversen Präventionsmaßnahmen an, die sich gegen den Alkoholmissbrauch junger Leute richten, darunter zum Beispiel das Projekt HaLT („Hart am Limit“). Allerdings sei offen, wie zu Hause im privaten Bereich mit dem Thema Alkohol umgegangen werde. Vergreift sich beispielsweise ein Jugendlicher an Papas Spirituosen im Kühlschrank, muss davon das AKH nicht zwangsläufig etwas erfahren.

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum fünften Mal ihre Präventionskampagne „Bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Celle. Als Schirmherrin unterstützt landesweit Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) die DAK-Aktion. Auch die Band „Luxuslärm“ beteiligt sich an der Kampagne. In Celle übernimmt auch in diesem Jahr die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann die Schirmherrschaft.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist eine langfristig positive Entwicklung“, sagt Sascha Teifel von der DAK-Gesundheit Celle. „In den vergangenen zehn Jahren hatten die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 118,5 Prozent zugenommen.“

Seit 2010 wurden beim Wettbewerb „Bunt statt blau“ bereits 52.000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Teifel. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.“

Teilnehmen können Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Je Teilnehmer wird ein Plakat bei der Prämierung berücksichtigt. Es können auch Teams oder Schulklassen mit Einzelbildern am Wettbewerb teilnehmen. Die Teilnehmer müssen nicht bei der DAK-Gesundheit versichert sein. Das Plakat muss das Format A2 haben.

Offizieller Start des Wettbewerbs ist am 1. Februar, Einsendeschluss ist der 31. März. Anmeldungen sind jederzeit möglich. Als Einsendedatum gilt der Poststempel. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.buntstattblau.de.