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Celle Stadt Werke Celler Künstler umkreisen das Leben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Werke Celler Künstler umkreisen das Leben
16:32 30.01.2014
Kunsttherapeutische Abschlussarbeiten sind in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte zu sehen. Sie bieten einen abwechslungsreichen Eindruck in die Werke. Quelle: Alex Sorokin (2)
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„Leben“ heißt die Ausstellung in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte mit Abschlussarbeiten der Fortbildung „Kunsttherapeutische Elemente spüren – begreifen – anwenden“, die in den vergangenen zwei Jahren unter der Leitung von Grit Wuttke entstanden sind. Die Kursteilnehmer Dörte Bonneick-Rahn, Magdalena Ewa Kotwica, Jana Noack, Dörte Klatt, Grit Wuttke, Anne Kohlrautz, Gabi Goda, Andrea Hoffmann und Angelika Ludwigs experimentierten mit den verschiedensten Farbmaterialien oder testeten Collagen und gar Plastisches als Botschafter persönlicher Empfindungen aus.

Zur Eröffnung präsentierten zwei Kursteilnehmerinnen zudem weitere Ausdrucksformen, so Magdalena Ewa Kotwica, die vor ihren Acryl-Kohle-Arbeiten „Anziehungskraft“ ein Gedicht von Anke Gropengiesser vortrug. Jana Noak, die eine Collage auf Stoff ähnlich einem kleinen Bühnenfenster mit dem Titel „Immernoch Knospe“ ausstellt, ließ in einer Performance einen Baum aus verborgener Tiefe emporwachsen. Angelika Ludwigs widmet sich in kleinen stillen Bildern in Acryl und Tinte dem „Wir“ und dem „Du“ und erzählt ganz wundersam, in einem detailbunten Zauberreich zum Anfassen vom „Ich“. Gabrielle Goda drückt ungegenständlich farbekstatisch „Geheime Botschaften“ aus.

Dörte Bonneick-Rahn fertigte das Glasmosaik auf Holz mit Spiegel, ihr „Ressourcenbild: Meer“. Eintauchend in den Fluss des Lebens kann der Besucher sich für einen Moment selbst in den Wogen des ewigen Zyklus’ wahrnehmen im Sinne „Erkenne dich selbst“. Auch das Glasmosaik mit Strukturpaste „Die Spirale“ umkreist Zentrum und eine sich dezentrierende Macht, ähnlich den Pastellkreidearbeiten „Die Lebensspirale“. Dörte Klatt hat sich mit Fingermalfarbe den „5 Elementen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall“ genähert. Sehr unterschiedliche Ausdrucksformen findet man bei Andrea Hoffmann vor: Da hängt ein kleine grafische „Hüterin des Lichts“ neben kräftigen „Seelenwesen“ in Mischtechnik oder einem anziehend dreinblickenden Paar, „Mann und Frau“. Auch die Erotik lebt sich aus. Mit einem geflügelten Leuchtturm als einziger Plastik mit Acryl und Gold auf Eichenholz zieht Anne Kohlrauz den Blick auf sich. Beflügeltes Leben.

Bis 21. März in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, Fritzenwiese 9, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

Von Aneka Schult