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Celle Stadt Wetter macht Celler Baumesse Konkurrenz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wetter macht Celler Baumesse Konkurrenz
21:00 08.03.2015
      Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Fasziniert schauen Peter Pape und Kerstin Schmidt aus Meißendorf, wie der Saugroboter am Vorwerk-Stand seine Bahnen zieht. „Der ist viel strukturierter als das Gerät bei meiner Freundin, der fährt total chaotisch hin und her“, sagt Schmidt. So ein Roboter für 750 Euro sei schon ziemlich praktisch. „Er könnte saugen, wenn ich arbeiten gehe.“ Eigentlich ist Schmidt auf die Messe „Schöner Bauen und Wohnen“ in der Celler Congress Union gekommen, um ein Renovierungsprojekt voranzutreiben und zu schauen, was die Handwerker aus der Region so zu bieten haben. Insgesamt rund 80 Aussteller auch aus ganz Deutschland zeigten am Samstag und Sonntag das breite Leistungsspektrum ihrer Unternehmen auf mehr als 1000 Quadratmetern.

Das gute Wetter und der Wasa-Lauf machten der Messe Konkurrenz. Am Samstag war relativ wenig an den Ständen los. Am Sonntag war zeitweise etwas mehr Betrieb. Diesen Eindruck bestätigt auch Detlef Vanselow am Stand von Solar Celle. Der Gebietsmanager von Paradigma stellt schon zum fünften Mal aus. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich weniger Besucher nach ökologischen Heizungssystemen erkundigt – was unter anderem am milden Winter liege. „Die Leute stecken das Geld lieber in teure Technik und ins Auto, als an ihrem Haus was zu machen“, erzählt Vanselow. Der niedrige Ölpreis tut ein Übriges.

Hingucker war auch ein luxuriöser Whirlpool für 7850 Euro. Olrik Petersen von Sunspa aus Lüneburg erklärt gern, was das Becken alles kann. „Das ist nicht nur Schickimicki, das ist zum Stressabbau und zum Lindern von Schmerzen.“ Besonders Handwerksmeister und Leute ab 50 leisteten sich so einen Whirlpool. Beliebt seien sie in den Alpenregionen und in Skandinavien. Nur die Norddeutschen seien beim Kauf ziemlich zurückhaltend, weil sie denken, dass sie dafür im Haus keinen Platz hätten. Dabei betont Petersen, dass die Bassins für draußen sind. „Die passen ja eh durch keine Tür.“

Von Dagny Rößler