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Celle Stadt Wie sieht in Celle die Mobilität der Zukunft aus?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wie sieht in Celle die Mobilität der Zukunft aus?
18:29 13.04.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Weitestgehend einig war man sich, dass die Fertigstellung der Ostumgehung Entlastung bringen würde. Dafür fand der frühere Verkehrsplaner Bernd Skoda sogar Pläne aus dem Jahr 1928. Heute ist Skoda Experte für Barrierefreiheit beim SoVD. "Ich fürchte, dass wir das Jahrhundert vollmachen", betonte er. Statt auf die Fertigstellung zu warten, fordert er einen Paradigmenwechsel. "Jeder muss umdenken. Zum Beispiel auch Familien bei der Frage, ob ich mein Kind nicht auch zu Fuß oder mit dem Bus zur Kita oder zur Schule bringen kann."Wer zu seinem Ziel nur einen Fußweg von 15 Minuten habe, sollte sich überlegen, das Auto zu Hause stehen zu lassen. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir weniger Autos im Zentrum haben", sagte Skoda. Jedoch müssten die Wege entsprechend gestaltet werden. "Wir brauchen mehr Sitzgelegenheiten für Pausen."

Verkehrsplaner Jörg Frohnert betont: "Die Fahrradstadt Celle ist gut aufgestellt." Der Anteil von Radfahrern am Gesamtverkehr liege bei 27 Prozent. "Da können wir zwar nicht mit Münster mithalten, doch der Anteil ist höher geworden im Vergleich mit anderen norddeutschen Städten", so Frohnert. Dafür seien etliche Einbahnstraßen zurückgebaut und zusätzliche Schutzstreifen eingerichtet worden. Die Stadt denke über ein Radverleihsystem nach. Für den Nordwall werde gerade noch diskutiert, ob hier die Gehwege für die Radfahrer freigegeben werden oder ob die Fritzenwiese als Fahrradstraße ausreiche.

Diskutiert wurde auch über den ÖPNV. DGB-Kreisverbandsvorsitzender Paul Stern sagte: "Als Schichtarbeiter bin ich auf das Auto angewiesen, obwohl ich es gar nicht nutzen will." CeBus-Geschäftsführer Stefan Koschick erläuterte: "Der Bus ist ein Mengenbeförderungsmittel, doch die Individualität ist sehr hoch." Dennoch will er den Kampf gegen das Zweitauto antreten, "doch dafür brauchen wir zehn Jahre Planungssicherheit, dass alle so und so viel Minuten der Bus fahren soll." Er sprach die Celler direkt an: "Sie als Bürger müssen sagen, dass Sie mehr Busverbindungen finanzieren wollen."

Adolf Meyer-Immensen ist tot. Der Heimatforscher Adolf Meyer lebte in Immensen, einem Ortsteil der Stadt Lehrte, deshalb firmierte der Mann mit dem Allerweltsnamen gerne unter diesem Namenszusatz. Niemand hat länger für die Cellesche Zeitung geschrieben als Adolf Meyer.

Andreas Babel 13.04.2018

Lange mussten wir warten. Aber nun ist der Frühling da: Eis und Schnee und Schietwetter adé. Jetzt geht‘s los: Höchste Zeit, dass das Saatgut, das im Rahmen der CZ-Aktion „Celle blüht auf“ verteilt wird, in die nun endlich warme Erde kommt. Das ist unkompliziert. Wer die Saatmischung „Blühende Landschaft“ aussät, der braucht nicht viel: Spaten, Harke, Gießkanne und ein wenig Elan reichen völlig aus. Nicht benötigt werden Unkraut-Ex und Dünger. Richtige Landschaften blühen nur ohne dieses Zeug.

Michael Ende 13.04.2018

WVG – Wohnungsverwaltungs GmbH. Diesen Namen hatte die städtische Wohnungsbau GmbH WBG beinahe schon weg, nachdem sie jahrelang kaum in Neubauten investiert hat. Das soll sich nun ändern. Die WBG-Spitze hat jetzt ein Bauprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen bis zum Jahr 2026 Investitionen in Höhe von rund 85 Millionen Euro vorgesehen sind. Dabei sollen bis zu 200 Wohneinheiten neu gebaut und etwa 125 Wohneinheiten energetisch saniert werden.

Michael Ende 13.04.2018