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Celle Stadt Wiegel: "Kindergarten-Antrag weiter gedacht"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wiegel: "Kindergarten-Antrag weiter gedacht"
11:53 04.06.2011
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. „Zweisprachigkeit ist kein Hemmnis. Sie ist eine erstrebenswerte Qualifikation. In umgekehrter Form wird sie von vielen Eltern für ihre Kinder schon im Kindergarten gewünscht", so Wiegel. "Möglichst früh sollen ihre Kinder spielerisch mit einer zweiten Sprache in Kontakt kommen. Dabei wird die Muttersprache als die Grundlage gesehen", erläutert Wiegel: "In der Schule wird kurdischen Kindern auch Unterricht in ihrer Muttersprache angeboten - warum also nicht im Kindergarten? Die Methode der zweisprachigen Erziehung steht der Forderung, dass Kinder vor der Einschulung die deutsche Sprache beherrschen sollten, nicht entgegen.“

Der Vorschlag, einen zweisprachigen Kindergarten mit Kurdisch einzurichten habe einen praktischen Grund, sagt Wiegel: „Wir haben in mehreren Kindergärten in der Stadt eine genügend große Gruppe kurdischer Kinder, in denen sich die zweisprachige Erziehung anbietet. Ich weiß von keiner Kita, in der genügend polnische, russische oder anderssprachige Kinder sind, um dort die Zweisprachigkeit zu praktizieren.“

"Wer sich in Deutschland einbürgern lassen möchte, soll gefälligst Deutsch sprechen und schreiben lernen. Kurdisch darf ruhig daheim gesprochen werden im Rahmen einer mehrsprachigen Erziehung", meint hingegen CZ-Leser Axel de Vere Peratoner: "In Deutschland ist die deutsche Sprache immer noch die allgemeine Umgangs- und Amtssprache. Was die SPD da verlangt, ist ein Affront gegen die Kurden, die sich tatsächlich integrieren wollten, wollen und integriert sind und damit zu recht die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben, von denen ich als Lehrer nicht wenige kennengelernt habe."