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Celle Stadt Winter in Celle: Anlieger müssen Gehwege von Schnee und Eis befreien
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Winter in Celle: Anlieger müssen Gehwege von Schnee und Eis befreien
17:46 24.01.2014
Von Christopher Menge
Schippe in der Hand. Brigitte Meier befreit den Gehweg vor ihrem Grundstück vom Schnee. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Freude bei den Kindern, Arbeit für die Erwachsenen. Der erste Schnee des Jahres hat Celle erreicht. Auch am Freitag mussten viele Celler zur Schippe greifen. Die Stadt und die Straßenmeistereien sorgen nämlich nur für freie Straßen und Radwege. "Jede Kommune regelt das anders", erklärt Myriam Meißner, Pressesprecherin der Stadt Celle, "In Celle werden die Fußwege bis zu einer maximalen Breite von zwei Metern von den Anliegern beziehungsweise Grundstückseigentümern geräumt." Das gelte auch für die Innenstadt.

Interessant wird es, wenn es um die Bushaltestellen geht. "An Haltestellen ohne Häuschen sind die Anlieger zuständig", sagt Meißner. Wenn es ein Wartehäuschen gibt, muss dagegen die Stadt für einen schnee- und rutschfreien Untergrund sorgen. Gleiches gilt für die städtischen Liegenschaften. "Dafür ist eine Privatfirma zuständig", sagt Meißner, "gleiches gilt für zwei Drittel der Radwege."

Die Kreisstraßenmeisterei ist auch für 160 Kilometer Radwege im Landkreis zuständig. "Wir versuchen, dass wir diese bis zum Schülerverkehr eisfrei haben", sagt Holger Gralher, Leiter der Kreisstraßenmeisterei Celle. Die Straßenmeisterei Celle ist für die übrigen 255 Kilometer Radwege zuständig. "Ein Drittel decken wir durch unseren Winterdienst ab", sagt Frank Osterloh von der Straßenmeisterei Celle, "zwei Drittel sind an Unternehmer vergeben."

Für die Fußwege sind allerdings die Anlieger zuständig. Diese müssen dafür sorgen, dass die Gehwege werktags von 7 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr geräumt sind. Salz sollte der Umwelt zuliebe nachrangig benutzt werden. "So viel wie nötig, so wenig wie möglich", sagt Meißner, "normalerweise sollten abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand oder Granulat benutzt werden."

Die Stadt selbst greift bei Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen, Brücken und von der Kommune zu betreuenden Gehwegen auf ein Salz-Sand-Gemisch zurück. Auf den Straßen wird ein Feuchtsalzverfahren, wobei dem Streusalz eine 15-prozentige Magnesiumchloridlösung beigemischt wird, eingesetzt.

Die Autofahrer passten sich den Witterungsumständen am Freitag an. In der Welfenallee verursachte ein 47-jähriger Mitsubishi-Fahrer allerdings einen Auffahrunfall – er war mit Sommerreifen unterwegs. Verletzt wurde niemand.