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Celle Stadt Wissenschaftler vertraute der Angeklagten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wissenschaftler vertraute der Angeklagten
23:08 04.02.2010
Celle Stadt

Während der ehemalige Betreuer des Mannes eine neue Haushälterin für ihn suchte, wendete sich der an Parkinson erkrankte Mann an seinen Anwalt. „Er wollte, dass der Betreuer abgelöst wird“, erzählte Rechtsanwalt Wolfgang Burrack gestern als Zeuge vor dem Schwurgericht. „Er mochte ihn nicht.“ Die Haushälterin sollte allerdings bleiben. „An diesem Wunsch gab es keinen Zweifel.“ Auch sein Kollege Friedrich-Wilhelm Hindahl – beide waren mit der Erstellung des Testaments des Verstorbenen betraut – bestätigte, dass „seine geistige Präsenz ohne Auffälligkeiten“ war. Rechtsanwalt Burrack beschrieb das Verhältnis seines ehemaligen Mandanten zu seiner Haushälterin als eine vertrauensvolle, von gegenseitigem Respekt und höflicher Distanz getragene Beziehung.

Ein krasser Gegensatz bietet das Bild, das der Betreuer bei der Kammer zu zeichnen versuchte. „Ich war misstrauisch“, erzählte er und hatte deshalb beim Amtsgericht eine Genehmigung beantragt, um die Haushälterin entlassen zu können. Inzwischen hat der Vorsitzende der Kammer beschlossen, noch einmal einen der Sachverständigen zu hören.

Von Angelika Jansen