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Celle Stadt Wohin mit den Jugendthemen?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wohin mit den Jugendthemen?
17:07 26.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Will die gesamte Ausschussarbeit auf den Prüfstand stellen - Grünen-Fraktionsvorsitzender Bernd Zobel. Quelle: cz
Celle

Viele Jugendliche treiben Sport? Aber was haben der Sport und die Jugend politisch miteinander zu tun? Diese Frage dürfte derzeit wohl auch viele Ratsmitglieder umtreiben, die sich damit beschäftigen, wo in Zukunft die Belange der jungen Bevölkerung in Celle behandelt werden sollen. Hintergrund: Da die Pflichtaufgaben der Jugendhilfe zum 1. Januar 2019 an den Landkreis abgegeben werden, wird auch der Jugendhilfeausschuss der Stadt aufgelöst. Unklar ist aber immer noch, wo künftig über Jugendthemen beraten werden soll. Der Vorschlag der Verwaltung: Aus dem Sportausschuss soll ein Jugend- und Sportausschuss werden.

Stadt folgt Vorschlag von Marks

Mit dieser Empfehlung war das Neue Rathaus dem Antrag des früheren SPD-Ratsmitglieds, der mittlerweile fraktionslosen Inga Marks gefolgt. Sie hatte festgestellt: "Hierbei wird nicht nur der Sportausschuss mit seinen Themen aufgewertet, sondern auch im personellen Bereich gespart, da für beide Bereiche ein und derselbe Fachdienstleiter zuständig ist." Und auch in ihrer Entscheidungsvorlage spricht die Verwaltung davon, "dass die Zusammenlegung aus fachlicher Sicht" zu empfehlen sei. Näher ausgeführt wird dies allerdings nicht.

Aber wird man damit den Jugendthemen gerecht? Immerhin verbleiben auch nach Abgabe der Jugendhilfe noch die Bereiche Leistungen der Jugendarbeit und der Familienbildung in den Stadtteilprojekten sowie das Stadtteilmanagement in den Händen der Stadt. Wegen der Vielschichtigkeit der Problematiken hatte es im Jugendhilfeausschuss eine Vielzahl von beratenden und stimmberechtigten Mitgliedern gegeben wie Vertreter der Kirchen, der Erziehungsberatungsstelle oder auch der ausländischen Kinder und Jugendlichen. Künftig sollen allerdings nur noch Thomas Röttger für die Freien Träger und Doris Adlung für die Polizei in beratender Funktion den bisherigen Sportausschuss erweitern.

Aus den Reihen der Politik gibt es jedoch noch zwei andere Vorschläge, denen die Verwaltung bisher nicht gefolgt ist. Die CDU regt an, das Thema Jugend an den Ausschuss für Schulangelegenheiten, Soziales und Integration anzudocken. Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers: "In diesem Ausschuss gibt es die meisten inhaltlichen Überschneidungen mit dem Bereich der Jugend."

SPD möchte eigenständigen Ausschuss

Der SPD ist auch das noch zu wenig. Die Sozialdemokraten möchten, dass die Jugendthemen weiterhin eigenständig behandelt werden. Daher schlägt Fraktionsvorsitzender Patrick Brammer vor, "einen eigenständigen Ausschuss mit dem Namen Kinder- und Jugendarbeit, Kinderbetreuung und Prävention zu bilden", um die Themen weiterhin eigenständig zumindest bis zum Ende der Ratsperiode zu begleiten.

Festgelegt haben sich die Fraktionen noch nicht. Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Personal und Verwaltungsmodernisierung wurde das Thema abgesetzt. Auch auf der Tagesordnung für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 29. November, taucht das Thema nicht mehr auf. Die Parteien haben noch Beratungsbedarf. Insbesondere die Grünen, die WG und Die PARTEI wollen noch mehr. Grünen-Fraktionsvorsitzender Bernd Zobel: "Die gesamte Ausschussarbeit gehört auf den Prüfstand."

Die schönste Zeit des Jahres steht unmittelbar bevor und Celle wird zur Weihnachtsstadt. Bis dahin muss aber noch so einiges vorbereitet werden.

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