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Celle Stadt „Wohnen mit Service“ steigert Lebensqualität
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Wohnen mit Service“ steigert Lebensqualität
19:06 08.02.2010
Von Gunther Meinrenken
Nicole Hornbostel, Pflegedienstleiterin der Celler Johanniter-Unfall-Hilfe, Erhard Göbel, Sozialpädagoge der WBG, und Henning Hamann, Dienststellenleiter der Celler Johanniter vor dem Haus Herzog-Ernst-Ring 15-17, das im Zentrum des Konzepts "Wohnen mit Service“ steht. Quelle: Peter Müller
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„Ambulant vor stationär“ – dieses Motto, nach dem im Gesundheits- und Pflegebereich maßgeblich Kosten gesenkt werden sollen, wird nach Ansicht der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft nur unzureichend umgesetzt. Mit einem besonderen Projekt wollen beide nun in Celle die Lebensqualität von älteren und behinderten Menschen steigern. Im Quartier um den Herzog-Ernst-Ring wollen eine wohnortnahe Versorgung auf die Beine stellen. „Wohnen mit Service“ heißt das Projekt, mit dem in den kommenden Monaten gestartet werden soll.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht das Haus Herzog-Ernst-Ring 15-17, dort wird eine barrierefreie Wohnung im Erdgeschoss in den kommenden Wochen umgebaut zu einem Wohn-Café. „Hier schaffen wir eine Begegnungsstätte für alle Menschen aus dem Quartier, die Leute können hier kochen, sich kreativ betätigen, Veranstaltungen besuchen oder sich einfach nur zwanglos treffen oder miteinander spielen“, erklärte Siegfried Hildebrandt, Geschäftsführer der WBG, die in dem Quartier 135 Wohnungen besitzen, von den 59 in verschiedenen Graden als barrierefrei bezeichnet werden können. „Wichtig ist uns allerdings, eine gute Durchmischung von älteren und jüngeren Mietern, behinderten und nicht-behinderten Menschen. Es soll ein nachbarschaftliches Miteinander geben“, betonte Hildebrandt.

Organisiert wird das ehrenamtlich betriebene Café von den Johannitern. Hier wollen sie eine Anlaufstelle für Fragen und Hilfestellungen im täglichen Leben der älteren und behinderten Menschen einrichten. Spezielle Dienstleistungen wie Menüdienst, Hausnotruf, Fußpflege oder auch hauswirtschaftliche Hilfen werden dort vermittelt.

„Wir streben an, dass bei einem entsprechenden Bedarf Fachpersonal der Johanniter für 24 Stunden täglich im Wohnquartier anwesend ist, um Menschen mit einem umfangreichen Hilfebedarf zu ermöglichen, in ihrer eigenen Wohnung zu leben“, meinte Thorsten Müller vom Landesverband der Johanniter. Das würde allerdings nur funktionieren, wenn die Finanzierung dieser Leistungen sichergestellt ist. Und darüber verhandeln die Johanniter derzeit noch mit dem Landkreis.

Nicole Hornbostel, Pflegedienstleiterin der Celler Johanniter-Unfall-Hilfe, Erhard Göbel, Sozialpädagoge der WBG, und Henning Hamann, Dienststellenleiter der Celler Johanniter vor dem Haus Herzog-Ernst-Ring 15-17, das im Zentrum des Konzepts „Wohnen mit Service“ steht. Foto: Müller

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