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Celle Stadt Wohnen statt parken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wohnen statt parken
16:34 30.11.2018
Von Gunther Meinrenken
So soll der Neubau an der Kanzleistraße aussehen. Eine Lücke in der Bebauung wird weiterhin den Blick auf den markanten Turm der Stadtkirche ermöglichen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Die letzten "kleinen Details" mit dem Denkmalschutz sind geklärt, die Arbeiten für den Neubau an der Kanzleistraße haben begonnen. Dort, wo in der Vergangenheit vor allem die Ratsmitglieder beziehungsweise deren Ehefrauen das Privileg des innenstadtnahen Parkens auf dem so genannten Ratsherrenfrauenparkplatz genossen, entstehen jetzt sechs Eigentumswohnungen. Ende kommenden Jahres soll das Vorhaben fertiggestellt sein.

3,5 bis 4 Millionen Euro Investitionen

Investoren für das Projekt sind Sven Raap von Gessner & Raap Immobilienentwicklung und Beratung und Udo Klische, der gleichzeitig als Bauleiter fungiert. Die beiden haben in der Vergangenheit bereits öfter zusammengearbeitet. An der Kanzleistraße investieren sie gemeinsam zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro. Nicht nur in den Neubau: "Wir haben auch das daneben stehende Haus, in dem die Schlotterstiftung untergebracht war, erworben", erläutert Raap. Nach der Modernisierung sollen in dem Fachwerkhaus fünf Mietwohnungen mit einer Fläche von 40 bis 100 Quadratmetern entstehen.

Eigentumswohnungen verkauft

In dem Neubau werden die Appartements eine Größe von 80 bis 200 Quadratmetern aufweisen. Letzteres gilt für das Penthouse im obersten Stockwerk. Weitere Interessenten, die einen exklusiven Blick über die Dächer der Altstadt genießen möchten, muss Raap allerdings enttäuschen. "Die Objekte sind bereits alle verkauft."

Öffnung für Stadtkirchenturm

Das Gebäude, dass die Bebauungslücke an der Kanzleistraße schließen wird, erhält eine "hochwertige Natursteinfassade aus Muschelkalk", wie Raap mitteilt. Außerdem eine zinkfarbene Verkleidung und ein Satteldach. Das Erdgeschoss bleibt unbewohnt. Hier werden ein Technikraum untergebracht und eine Durchfahrt, mit der die Parkplätze, auch für die Stadtkirche, im hinteren Hofbereich erreichbar bleiben. "Außerdem lassen wir zwischen den beiden Häusern eine kleine Öffnung, damit man weiterhin auf den Turm der Stadtkirche schauen kann", so Raap.

Bauschutt im Erdreich

Das Bauprojekt ist anspruchsvoll. "Der Baugrund ist von sehr schlechter Qualität. Bis zu einer Tiefe von 2,50 Metern ist das Erdreich mit Bauschutt und alten Mauerwerksresten gefüllt", berichtet Raap. Der gesamte Boden müsse daher erst einmal ausgetauscht werden. Außerdem werden gerade die alten Mauerwerke von Archäologen erfasst.

Mit den "richtigen" Bauarbeiten wollen Raap und Klische im Januar beginnen. Bis dahin werden wichtige Vorarbeiten erledigt. "Das Nachbargebäude, in dem die Mietwohnungen entstehen werden, braucht einen stabileren Untergrund. Wir fangen deswegen jetzt damit an, die Fundamente nachzugießen."

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