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Celle Stadt Wolfsberater: Vergrämung von Wolf mit Sender nicht erfolgreich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wolfsberater: Vergrämung von Wolf mit Sender nicht erfolgreich
13:28 07.11.2018
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Der Mann machte auch eine Handyaufnahme, mit deren Hilfe Wolfsberater Theo Grüntjens das Tier als einen der Wölfe mit Sender identifizierte. In der Vergangenheit war nur der Rüde aufgefallen. Nachdem er sich nahe Wardböhmen und in Breloh Spaziergängerinnen genähert hatte und auch am Tag durch den Ort gelaufen war, hatte das Umweltministerium das Tier eigentlich vergrämen wollen.

Doch der Experte, der dazu aus Schweden eingeflogen wollte, konnte sich dem Tier nach eigenen Worten nicht mehr nähern, weil der Rüde scheu reagierte. „Deswegen hat auch keine Vergrämung stattgefunden“, sagt Wolfsberater Grüntjens, allerdings müsste sie nach diesem neuen Vorfall aus meiner Sicht durchgeführt werden.“

Im Umweltministerium sieht man das entspannter. „Eine Annäherung durch einen Wolf an ein Auto wird nicht als sogenannte Nahbegegnung gewertet“, sagte eine Sprecherin. Autos oder auch andere „leblose Gegenstände“ wie zum Beispiel Häuser seien normale Bestandteile des Lebensraumes von Wölfen in der Kulturlandschaft. Sie würden nicht als Bedrohung wahrgenommen.

Aus Sicht des Ministeriums zeigt die Verfolgung des Wolfes durch einen schwedischen Experten Wirkung, weil er danach nicht mehr auffällig geworden sei. Die automatischen Sender des Tieres würden immer noch nicht funktionieren, es gebe aber seit Mitte Februar „in Abhängigkeit von Sichtungsmeldungen der besenderten Tiere“ regelmäßig Ortungen über die Funkpeilung. Der Rüde sei dabei häufiger geortet worden als die Fähe, also das weibliche Tier.

Von Tore Harmening