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Celle Stadt "Wollen einfach nur Danke sagen"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Wollen einfach nur Danke sagen"
16:14 24.02.2012
Von Christoph Zimmer
Celler Wirtschaft hilft Tierheim mit 6000 Liter Heizˆl Roman Thˆnies mit einem Teil der Spende Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Also doch, es gibt sie noch, die hilfsbereiten Menschen. Viele von ihnen hat das Celler Tierheim in den vergangenen Wochen kennengelernt. Nach einem Artikel in der Celleschen Zeitung, der Ende Januar erschienen ist und davon berichtet hat, dass die Ölreserven bald aufgebraucht seien und in dem frostigen Winter, haben sie sofort zum Telefon gegriffen und mit ihren Spenden dafür gesorgt, dass die Heizungen im Tierheim in Vorwerk nicht ausgegangen sind. „Wir sind immer noch sprachlos und wollen einfach nur danke sagen“, sagte Heidemarie Peters, die Vorsitzende des Celler Tierschutzvereins. „Das war wie ein Engel, der vom Himmel abgestiegen ist.“

Das Telefon habe in den letzten Wochen nicht mehr still gestanden, „mit so viel Hilfe hätten wir nicht gerechnet“, sagt Roman Thönies, der Leiter des Tierheims. „Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass die Celler hinter dem Tierheim stehen.“ Aber mit einem Anruf hätten sie am allerwenigsten gerechnet. Denn ausgesprochen großzügig hat sich vor allem einzelne Vertreter der lokalen Wirtschaft gezeigt - und kurzfristig und unbürokratisch 6000 Liter Heizöl gespendet. In einem Netzwerk - haben sie sich zusammengeschlossen und Organisation und Lieferung übernommen.

Der sibirische Winter war vor allem für die knapp 300 Tiere eine enorme Belastung. Das galt besonders für die alten und kranken Tiere und die, die auf der Quarantänestation betreut wurden. Notdürftig wurden sie von den Pflegern in ihren Zwingern mit Decken warmgehalten, die Temperaturen in den Tierunterkünften waren von 18 auf 14 Grad gesunken. Rausgelassen wurden die Tiere in dieser Zeit nur noch selten. Am Anfang der letzten Januarwoche hatten Peters und Thönies noch einmal 2000 Liter Öl bestellt. Lange würde das nicht reichen, da waren sie sich sicher, immerhin verbrauchte die Heizung mehr als 100 Liter Öl am Tag. Geld für eine weitere Lieferung hatte der Tierschutzverein nicht, der sich in erster Linie durch Spenden finanziert.

Besonders gefreut haben sich Peters und Thönies auch über einen Betrag in Höhe von knapp 5200 Euro, der von Vertretern der Wirtschaft, aber auch von vielen Privatpersonen gespendet wurde. Das Geld werde erstmal zur Seite gelegt, „denn es werden sicher noch einige kalte Nächte kommen. Der Winter ist noch nicht überstanden“, sagten Peters und Thönies. Was mit den Tieren in diesem frostigen Winter passiert wäre, wenn sie diese vielen Spenden nicht bekommen hätten? „Das wollen wir uns gar nicht vorstellen“, so Peters und Thönies.