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Celle Stadt "Wortspiele" in der City
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Wortspiele" in der City
16:22 04.09.2013
Monika von Rosenzweig (links) und Liliane Steinke laden gemeinsam zu dem ersten Celler „Wortfest“ am kommenden Sonnabend ein. Quelle: Lothar H. Bluhm
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Eine Infomeile mit Aktionen und Spielen rum das Thema Sprache erwartet die Passanten am Sonnabend von zehn bis 14 Uhr in der Fußgängerzone. Beim „Wortfest“ werden mehr als 30 Erwachsene und rund 20 Kinder aktiv mitwirken.

„Es werden spielerische Aktivitäten wie Memory, Silbenspiele, Puzzles in mehreren Sprachen, die Mitmachaktion ‚Lieblingswörter‘, Wortsteine, eine Wörterwand und Theateraufführungen angeboten“, sagt die Lehrerin und Moderatorin Monika von Rosenzweig von DaZNet. Das Netzwerk für Deutsch als Zweit- und Bildungssprache, Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz in Niedersachsen organisiert das „Wortfest“ in Kooperation mit der Volkshochschule Celle. Dabei geht es um Mitmachaktionen zum Spracherwerb von Kindern und Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund.

Was ist DaZNet? Bereits vor drei Jahren startete in Celle der Aufbau eines der ersten von insgesamt 15 landesweit geplanten Zentren. Ziel ist es, die sprachliche Bildung von Schülern fördernd zu begleiten. Die Förderung beginnt mit dem Jahr vor der Einschulung und kann bis zum Eintritt ins Berufsleben anhalten.

„Nicht nur Kinder, die Deutsch als zweite Sprache erlernen, haben Schwierigkeiten mit dem Lesen und Verstehen von Texten, die in den verschiedenen Unterrichtsfächern grundlegend sind. Daher wurden Materialien entwickelt, mit denen Texte in allen Unterrichtsfächern so aufbereitet werden können, dass ein angemessenes Verstehen gewährleistet ist“, skizziert von Rosenzweig die bisherigen Arbeitsschritte der beteiligten Sprachlern-Koordinatoren an Celler Schulen.

DaZNet will sich auch mit anderen Akteuren vernetzen, ergänzt von Rosenzweig – etwa mit der Volkshochschule Celle. Deren Leiterin Liliane Steinke hebt den Wert der Mehrsprachigkeit von Kindern und Erwachsenen hervor. „Das Wortfest wird dabei helfen, auf das Thema hinzuweisen“, sagte sie. Immerhin werde in wissenschaftlichen Untersuchungen für Deutschland von etwa vier Prozent funktionellen Analphabeten gesprochen, bei denen Teilbereiche der Sprache fehlen. „Da kann das Wortfest eine erste Anlaufstelle sein“, hofft Steinke.

Von Lothar H Bluhm