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Celle Stadt Y-Trasse: Celler Protest "mit Verspätung"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Y-Trasse: Celler Protest "mit Verspätung"
19:23 26.11.2014
Von Michael Ende
Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Ein deutliches Veto gegen den von der Bahn ins Spiel gebrachten möglichen Bau der Y-Trasse durch das Celler Stadtgebiet will der Celler Stadtrat einlegen. Eigentlich sollte das per Resolution bereits an diesem Donnerstag erfolgen - doch ganz so schnell gehe das nicht, erläuterte gestern Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) nach einer Sitzung des städtischen Verwaltungsausschusses (VA). Wenn das Celler "Nein" seine volle Wirkung entfalten solle, sei es notwendig, dass Stadtrat und Kreistag mit exakt einer Stimme sprächen, so Mende: "Deshalb wollen wir den Text unserer Resolution noch im Detail mit der Kreispolitik abstimmen." Der Fahrplan sehe nun vor, dass der Stadtrat die Resolution am 12. Dezember verabschieden solle.

Inhaltlich habe man im VA die Resolution gegen die Neubaustrecke um Passagen ergänzt, die auf einem Antrag der Rats-Grünen basierten, so Mende. Darin heißt es: "Der Rat begrüßt die Absicht der Bahn, neue Kapazitäten für den Güter- und Fernverkehr zu schaffen." Außerdem setze sich der Rat dafür ein, dass der Bahnhof Celle als ICE- und IC-Halt gestärkt werde.

Unterdessen lädt die Celler SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann am Samstag um 15.30 Uhr zum "Trassen-Talk" in die Heimvolkshochschule Hustedt. "Wir alle wissen ziemlich klar, was wir nicht wollen: eine Neubautrasse durch den Landkreis Celle. Aber wenn wir mit unseren Argumenten bei dem Bürgerdialog bestehen wollen, benötigen wir nicht nur Argumente gegen einzelne Varianten, sondern auch für eine Lösung der Kapazitätsprobleme auf unseren Schienen", so die Politikerin, die im Bahn-Aufsichtsrat sitzt. Dazu seien jetzt diverse Ideen auf den Tisch gekommen. Lühmann: "Auch ich habe aus den vielen Gesprächen, die ich in den vergangenen Wochen geführt habe, einzelne Maßnahmen herausgefiltert, die zusammengenommen zu einem intelligenten Bestandsstreckenausbau führen können."