Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Y-Trasse: Wiswe zeigt Mende die kalte Schulter
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Y-Trasse: Wiswe zeigt Mende die kalte Schulter
16:10 19.11.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. Celles Oberbürgermeister und Landrat protestieren gemeinsam gegen die Y-Trasse – diese Vision von OB Dirk-Ulrich Mende (SPD) wird nicht in Erfüllung gehen: Landrat Klaus Wiswe (CDU) sieht derzeit keinen Grund, sich an einer von Mende nach Lüneburger Vorbild geplanten Resolution zu beteiligen. Er sehe derzeit dazu „keinen Anlass“, so Wiswe.

Auch ihm sei eine gute Anbindung an den überregionalen Bahnverkehr sehr wichtig, so Wiswe. Deshalb habe er sich bei der Neuaufstellung des Landesraumordnungsprogramms 2008 erfolgreich dafür eingesetzt, dass nicht nur die Y-Trasse, sondern auch die bestehende Bahnlinie für den Hochgeschwindigkeitsverkehr im europäischen Schienennetz gesichert werde: „Des Weiteren ist im Raumordnungsprogramm des Landkreises als Ziel festgelegt, dass die räumlichen Voraussetzungen für einen dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Hamburg im Kreisgebiet geschaffen werden sollen.“

Wiswe weist Mende auf das Schreiben von Bahn-Chef Rüdiger Grube mit der Aussage hin, dass für die derzeit mit Zwischenhalten in Celle, Uelzen und Lüneburg verkehrenden IC- und ICE-Züge langfristig keine Veränderungen geplant seien.

Außerdem solle die Y-Trasse nicht primär für den Hochgeschwindigkeitsverkehr gebaut werden, so Wiswe: „Folge soll sein, dass 60 Güterzüge pro Tag weniger auf der bisherigen Strecke verkehren werden. Damit verbunden wäre auch ein Absenken der Lärmbelastung. Weiterhin trüge diese Entzerrung der Verkehre zu einer höheren Pünktlichkeit der Züge bei und es gäbe dann mehr Kapazitäten auf der Schiene für den Regionalverkehr.“ Das aktuelle Landesraumordnungsprogramm schreibe im übrigen fest, dass Ausbau- und Neubaustrecken nicht zu einer Verschlechterung der bisherigen Anbindungsqualität zentraler Orte führen dürften: „Da sich die Landespolitik an ihrer eigenen Vorgabe messen lassen muss und sicher auch wird, sehe ich nicht das Erfordernis, diese an ihr eigenes Ziel zu erinnern.“