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Celle Stadt Y-Trasse unwahrscheinlich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Y-Trasse unwahrscheinlich
16:46 13.02.2014
Celle Stadt

Die Deutsche Bahn (DB) hat die Studie zum Bau einer Güterverkehrstrasse abgeschlossen und die Details werden heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei geht es auch um die Frage, ob ein Schienenstrang bei Unterlüß verlegt wird.

Inzwischen steht fest, dass die Bürger an dem Entscheidungsprozess beteiligt werden sollen. „Das ist eine sehr gute Nachricht und ich bin froh, dass wir das jetzt durchsetzen konnten, nachdem die vorherigen CDU/FDP-Koalition bei der Beteiligung noch Bedenken hatte”, sagte die Celler Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag ist.

Lühmann geht davon aus, dass die dort vorgebrachten Einwände in der Entscheidungsfindung der Bundesregierung auch berücksichtigt werden. Bereits am Donnerstag stellte die Bahn die Ergebnis im Bundeswirtschaftsminsterium vor. Staatsekretär Enak Ferlemann (SPD) bezeichnete die Untersuchung „als eine gute Grundlage für alle weiteren Überlegungen und eine wichtige Diskussionsgrundlage für den Dialog vor Ort.“ Der Güterverkehr in Deutschland nehme weiter zu. Auch in den norddeutschen Häfen würden immer mehr Güter umgeschlagen. „Wir wollen so viel Güterverkehr wie möglich auf der umweltfreundlichen Schiene abwickeln. Dazu müssen die Bahnstrecken zwischen Bremen, Hamburg und Hannover verbessert und Engpässe beseitigt werden” so Ferlemann.

Die DB soll nun die Bevölkerung über die möglichen Lösungen in den Regionen informieren. Der Bund werde eine gesamtwirtschaftliche Einschätzung zu den vorgestellten Varianten auf Basis aktueller Verkehrsprognosen zuliefern. Dann soll es eine Entscheidung geben, die nach jetzigem Stand im Herbst 2014 erfolgen soll.

Derzeit gibt es neben der bereits geplanten Y-Trasse drei weitere mögliche Streckenführungen. Der erste Vorschlag würde eine Linie von Maschen bis Lehrte parallel zur Autobahn 7 bis Höhe Soltau vorsehen, die über Wietzendorf, Bergen und Celle verläuft. Eine weitere Möglichkeit wäre der Neubau von weiteren zwei Gleisen auf der bestehenden Strecke Lüneburg, Uelzen und Celle. Eine dritte Variante sieht einen Neubau an Amelinghausen vorbei über Faßberg nach Unterlüß vor, die dann wiederum auf die bestehende Strecke nach Celle weitergeführt werden soll.

Aus Sicht von Lühmann spricht derzeit einiges gegen die Beibehaltung der alten Planung mit der Y-Trasse. Auch in der Mitteilung im Bundesverkehrsministerium ist von einem neuen Raumordnungsverfahren die Rede, was als Hinweis darauf gedeutet werden kann. „Allerdings muss man sich das genau anschauen und jeden Varianten noch einmal genau prüfen. Es sollte keine Schnellschüsse geben”, so Lühmann.

Tore Harmening

Von Tore Harmening