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Celle Stadt "Young Voices" vom Hölty-Gymnasium überzeugen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Young Voices" vom Hölty-Gymnasium überzeugen
18:07 06.03.2015
Egon Ziesmann überzeigte mit den „Young Voices“ mit dem Programm „Sing and Swing“. Quelle: Alex Sorokin
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Auf große Begeisterung stieß das mit „Sing and Swing“ betitelte und mit viel Beifall bedachte Konzert der „Young Voices“ vom Hölty-Gymnasium im Beckmannsaal. Egon Ziesmann führte den 40-köpfigen Chor in schwungvoller Mehrstimmigkeit durch das abwechslungsreiche Programm.

Pop und klassische Musik, Volks- und geistliche Lieder reihten sich bruchlos aneinander in diesem Konzert, das mit Folklore aus Afrika, Spanien, Israel und den USA auch internationalen Ohrenschmaus bot. Und für gestalterische Höhepunkte wie die Scat-Einlagen bei „All of Me“ gab es kräftigen Zwischenapplaus.

Ob „Wenn alle Brünnlein fließen“ oder „Killing Me Softly“, ob „Blue Moon“ oder „Shalom aleichem“ – jeder Ton war pure Freude, jedes Lied zwischen Melancholie und Ausgelassenheit in stimmig differenzierter Manier vorgetragen und – etwa bei dem aus der südafrikanischen Apartheid stammenden Protestsong „Shosholoza“ – mit ansteckender Begeisterung choreografiert. Begeisternd war dabei neben der Mischung auch und vor allem die mitreißende Art der Vorträge, in der die Musizierfreude der jungen Choristen überdeutlich wurde.

Das wurde besonders dann deutlich, wenn es musikalisch „ans Eingemachte“ ging, etwa bei Crescendo und Decrescendo-Passagen oder in den Schlussakkorden mit ihren gefühlvollen Aus- und Nachklängen. Dabei wussten die Jugendlichen die klangliche Schönheit der Polyphonie ungemein facettenreich zum Ausdruck zu bringen. Auch ihr geradezu lustvoller Umgang mit der Dynamik ließ buchstäblich aufhorchen. Und dazu diese scheinbare Leichtigkeit, mit der sie wie selbstverständlich die Freude und Begeisterung für die Musik auf das Publikum zu übertragen verstanden.

Überhaupt: Gute Laune war Trumpf, auch wenn mit dem emotionsgeladenen „For the Beauty of the Earth“, dem erinnerungsträchtigen „Tears in Heaven“ oder mit Mendelssohn-Bartholdys „Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht“ immer wieder auch Besinnliches auf dem Programm stand und mit emotionaler Tiefe zum Ausdruck gebracht wurde.

Von Rolf-Dieter Diehl