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Celle Stadt Zahl der Grippeerkrankungen steigt in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zahl der Grippeerkrankungen steigt in Celle
17:49 23.01.2017
Celle Stadt

Eine Grippewelle rollt durch Niedersachsen, teilt Gesundheitsministerin Cornelia Rundt in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es: „In mehr als einem Viertel der am Landesgesundheitsamt untersuchten Proben aus Arztpraxen konnten in der vergangenen Woche Influenzaviren nachgewiesen werden.“

Auch in Celle habe die Zahl der Grippeerkrankungen seit Jahresbeginn zugenommen, erläutert der Sprecher des Landkreises Celle, Christian Sonnenschmidt. „In der laufenden Saison 2016/2017 wurden bis einschließlich heute 14 Fälle erfasst. Hierbei handelt sich um laborbestätigte Krankheitsfälle, die den Meldevorgaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) entsprachen.“ Allein neun davon wurden seit Jahresbeginn in Celle registriert.

Dies sei jedoch keine ungewöhnliche Entwicklung. „Grundsätzlich ist bei Betrachtung der letzten Jahre immer ein Anstieg der Influenzafälle zu Jahresbeginn mit einem Höchststand in der zehnten bis zwölften Kalenderwoche zu beobachten. Was die aktuelle Influenza-Saison betrifft, unterscheidet sie sich nicht wesentlich von den ‚Grippewellen‘ der vergangenen Jahre“, so Sonnenschmidt.

Um sich vor der Grippe zu schützen, sei es ratsam, sich impfen zu lassen, heißt es aus dem Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium. Da die Grippewelle oft bis Anfang April dauere, sei das auch jetzt noch sinnvoll. „Eigentlich sollte die Impfung im Oktober und November erfolgen, aber wer sich bislang noch nicht hat impfen lassen und zu einer Risikogruppe gehört, sollte dies jetzt noch nachholen“, sagt Rundt.

Die Influenza-Schutzimpfung wird durch die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) insbesondere für bestimmte Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen unter anderem alle Personen, die älter als 60 Jahre sind, Menschen mit Diabetes, mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane oder des Nervensystems, sowie mit Herz-Kreislauferkrankungen und mit Störungen des Immunsystems. Schwangere sollten sich ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft impfen lassen. Außerdem empfiehlt die STIKO eine Impfung denjenigen, die einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, da sie viele Kontakte mit anderen Menschen haben.

Um sich und andere vor einer Erkrankung zu schützen, gebe es verschiedene Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen, besonders wenn man sich an Orten aufgehalten hat, an denen viele Menschen aufeinandertreffen, wie in Bussen und Bahnen oder in Stadtzentren. Husten sollte man in die Armbeuge und nicht in die Hand.

Wen dennoch eine schwere Grippe erwischt, sollte zum Arzt gehen. Auf eine Influenzavirusinfektion weise ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen hin. Eine Behandlung mit Antibiotika sei bei einer Influenza-Erkrankung nicht sinnvoll, da der Erreger ein Virus und kein Bakterium sei. Die jährlich aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des RKI sind unter www.landkreis-celle.de abrufbar.