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Celle Stadt Zahl der Nichtschwimmer nimmt zu
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zahl der Nichtschwimmer nimmt zu
20:45 19.08.2010
Celle Stadt

Matthias Gaupp, Betriebsleiter des Badelandes, berichtet, dass die Kapazitäten des Badelandes bereits ausgereizt seien. Man könne die Anmietungen der Wasserflächen durch Schulen und Vereine lediglich verschieben. Eine ähnliche Situation schildert auch Björn Weimann, stellvertretender Leiter für Öffentlichkeitsarbeit der DLRG Celle: „Obwohl wir im Raum Celle noch gut aufgestellt sind, fehlt es an Wasserflächen, die für eine Ausbildung geeignet sind. Vereine und Schulen müssen sich die wenigen Schwimmbecken teilen. Hinzu kommt der öffentliche Badebetrieb, der für die Bäder sehr wichtig ist“. Diese Situation führt laut Weimann zu negativen Konsequenzen: „Wir können leider nicht mehr Kurse anbieten. Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir bereits lange Wartelisten.“

Etwas anders sieht die Situation im Westerceller Freibad aus. Hier seien die Kapazitäten noch nicht ganz ausgeschöpft, so Heinrich Elzer vom Förderverein Freibad Westercelle. „Die Nachfrage ist dieses Jahr zurückgegangen. Wir hätten noch Schwimmstunden anbieten können,“ berichtet er.

25 Schulen halten im Celler Badeland ihren Schwimmunterricht ab, in Westercelle sind es vier Schulen. Ein nicht unerheblicher Faktor ist der öffentliche Badebetrieb. „Wir müssen stets das Gleichgewicht zwischen den drei Interessengemeinschaften Schule, Verein und Badegast sichern,“ erklärt Gaupp. Der Westerceller Verein würde hingegen im Zweifelsfall dem öffentlichen Badebetrieb den Vorzug geben. „Bei großer Nachfrage müssten die Vereine zurückstecken,“ so Elzer.

Lernwilligen Kindern, die neben dem Schulschwimmen ihre Fähigkeiten verbessern wollen, wird für die kommenden Monate nichts anderes übrig bleiben, als sich in die Wartelisten der Vereine einzutragen. „Für den Besuch von Vereinsschwimmkursen ist allerdings eine Mitgliedschaft nötig, um den Versicherungsschutz zu gewährleisten,“ erklärt Weimann.

Laut DLRG können nur 45 Prozent der Kinder nach der vierten Klasse sicher schwimmen. Vor 20 Jahren hätte der Anteil noch bei 65 Prozent gelegen, hieß es.

Von Manuel Zink