Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Zahmer Sex-Talk im Celler "On Air"-Rotlichbezirk
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zahmer Sex-Talk im Celler "On Air"-Rotlichbezirk
17:52 31.03.2017
Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt plauderte mit seinem Gast Ann-Marlene Henning über Sexuelles. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Die Krux von Liebe und Liebe machen, von ausgelebter Leidenschaft, von Hemmungen und Scham, dem Stellenwert von Sexualität an und für sich – der Spannungsbogen von Themen aus diesem Bereich ist weit und bietet jede Menge Gesprächsstoff, sowohl aus dem allgemeinen als auch aus dem persönlichen Blickwinkel heraus. Sicher ist es auch dieser Vielfältigkeit geschuldet, dass im Frage- Antwortspiel zwischen Moderator und „Gästin“ flächendeckend nur an der Peripherie gekratzt worden ist. Von prägenden basis-sexuellen Selbsterfahrungen im Kleinkindalter, über pubertäre Vorstellungen und die Auswirkung von Pornografie-Konsum in jungen Jahren, über Treue und neuen Formen in Paarbeziehungen – monogame oder multiple Sexualpartnerschaften, von Anforderungen einer Leistungsgesellschaft und ihrem Leistungsgedanken – auch im sexuellen Bereich: Es wurde vieles angeschnitten, aber wenig vertieft.

Zwischen „Spürspaß“ und „Sexokorporellen“ Studien, erfuhr das Publikum ein bisschen aus der Vita von Ann-Marlene Henning, bekam drei ausgesuchte Lieblingssongs der Dänin und die wirklich gute musikalische „Umrahmung“ von Saxophonist Dirk Wrenger zu hören. Wer etwas Tiefschürfendes, Anzüglicheres – sprich prickelnd Skandalöses - erwartet hat, oder sich handfestere Tipps für eine Belebung der Partnerschaft in sexueller Hinsicht erhofft hatte, der wurde enttäuscht. Die in der Anmoderation versprochenen „roten Ohren“ bekamen die Zuschauer von dieser moderaten Themenbewältigung im noch Blümchensexbereich nicht – da war die „Auf Sendung“-Anzeige im Hintergrund die einzige, die rot leuchtete. Dank der geschickt humorvollen Gesprächsführung und den immer wieder eingestreuten kecken Bemerkungen von Meyer-Burckhardt wurde es dennoch ein sehr amüsanter Abend – das Publikum hat viel gelacht.

Von Doris Hennies