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Celle Stadt Zehn Jahre Gefäßchirurgie am St. Josef-Stift
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zehn Jahre Gefäßchirurgie am St. Josef-Stift
19:32 09.08.2010
Hochkarätige Referenten auf Gefäßchirurgischen - Sommerseminar in Celle (vorne, von links): Dr. Kayvan Baharmast, Dr. Uwe Brune: hinten von links: Alexander Lipski, Dr. Maximilian Pichlmaier, Dr. Thomas Umscheid. Quelle: Janine Jakubik
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„Meiner Ansicht nach gibt es keine bessere Art, dieses erfreuliche Jubiläum zu begehen, als sich mit Kollegen über die neuesten gefäßchirurgischen Operations- und Behandlungsmethoden auszutauschen“, sagte Brune. „Schließlich ist unser Bestreben seit zehn Jahren stets gleich geblieben: medizinisch immer auf dem neuesten Stand bleiben, um unsere Patienten umfassend und gut behandeln zu können.“

So präsentierte der Mediziner beim diesjährige Sommerseminar zusammen mit seinen Referenten einen Querschnitt durch die wichtigsten Bereiche der Gefäßchirurgie. Ein besonderer Schwerpunkt dabei: Die Behandlung des sogenannten Diabetischen Fußes – eine Erkrankung, die Patienten mit Diabetes betrifft. Bei ihnen entstehen aufgrund von schlechterer Durchblutung und einer verminderten Schmerzempfindlichkeit Wunden, die nicht schnell abheilen und zu großen Hautgeschwüren heranwachsen können. Die Folge für die Patienten früher: Eine Amputation des Fußes, zum Teil sogar bis zum Oberschenkel. „Heute haben wir die Möglichkeit durch neue Behandlungsmethoden Stent-Implantate vom Oberschenkel bis kurz vor die Zehgelenke einzusetzen mit denen wir die Durchblutung verbessern und häufig Amputationen verhindern können“, erklärt Brune.

Aber nicht nur auf diesem Bereich sind enorme Fortschritte zu verzeichnen. Auch bei der Behandlung von sogenannten Bauchaortenaneurysmen, die oft lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können, sind große Fortschritte gemacht worden. So können Patienten mit sogenannten Stentgraft-Prothesen behandelt werden, die mit Hilfe von minimalinvasiver chirurgischer Eingriffe eingebracht werden können. Das belastet die Patienten deutlich weniger als offene Operationen.

„In den letzten zehn Jahren haben wir uns in der Gefäßchirurgie mit großen Schritten weiterentwickelt“, sagte Brune. Aus einer kleinen Abteilung mit zwei medizinischen Mitarbeitern sei mittlerweile eine große Klinik für Gefäßchirurgie mit drei Fachärzten und einem jungen Kollegen in der Ausbildung zum Facharzt geworden, die auf dem neuesten Stand der medizinischen Möglichkeiten arbeite. „Diese Entwicklung wollen wir mit unserem Umzug in das AKH fortsetzen“, so Brune.

Von Janine Jakubik