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Celle Stadt Zeitlos moderne Indie-Ikone
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zeitlos moderne Indie-Ikone
11:33 05.11.2018
Von Michael Ende
Phillip Boa and the Voodooclub überzeugten in der CD-Kaserne mit einem Mix aus alten und neuen Titeln. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Das Konzert von Phillip Boa and the Voodooclub hätte mehr Besucher verdient als jene, die sich am Freitag in die eher spärlich gefüllte kleine Halle der Celler CD-Kaserne aufmachten. Aus ganz Norddeutschland waren Boa-Fans angereist, und diese Pilger wurden vom Indie-Messias reich beschenkt: Mit einem Best-of-Set mit sämtlichen Klassikern und vier Songs seines neusten, mittlerweile 19. Albums „Earthly Powers“.

Mit seinem Gänsehaut-Intro stellte Boa gleich zu Beginn der genialen Musik-Nacht klar, wann er seine Glanzzeit hatte und in welches Genre er gehört. In den 80er-Jahren war der heute 55-Jährige ein Alphatier der deutschen New-Wave-Szene, dominierte mit Hits den Sektor Avantgarde-Pop und Independent. Sein Celler Konzert-Auftakt mit dem Bauhaus-Hit „Bela Lugosi is dead“ zeigte, mit wem er auf einer Wellenlänge schwingt.

Das gilt auch für das Publikum, das sofort begeistert mitging und sich zum Beispiel bei Klassikern wie „Fine Art in Silver“, „And then she kissed her“ oder „Albert is a Headbanger“ als absolut textsicher erwies. Boa gilt als visionärer, experimentierfreudiger und kompromissloser Songwriter. Sein Œuvre umfasst nahezu 450 Songs. Das, was er in Celle präsentierte, war eine gelungene Auswahl, bei der auch neue Songs wie „Nightclub Flasher“ mit seinem Hit-Potenzial nicht fehlten - eine von der Band perfekt gespielte faszinierende Mischung, die zugleich nostalgisch und zeitlos klang.

Der Meister selbst hatte sichtlich Spaß in Celle - auch an Spielchen mit dem Publikum. Das musste lautstark und mit Verve Super-Hits wie „Container Love“, „Here comes Michael“ oder „Kill your Idols“ einfordern. Diese Zugaben brachten die Halle zum Beben. Wer diese Schockwellen nicht erlebt hat, hat etwas verpasst.

Immerhin: Boa-Fans sind reisefreudig. Wer die Indie-Ikone live erleben möchte, hat dazu während der laufenden Tournee noch Gelegenheit. Zu Beispiel in unserer Gegend am 15. März 2019 im Capitol in Hannover.

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