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Celle Stadt Zentrale für Feuerwehr: PPP mit WBG
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zentrale für Feuerwehr: PPP mit WBG
15:09 16.02.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

PPP plus WBG – diese Buchstabenkombination könnte nach Ansicht von Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) zukunftsträchtig sein. Konkret geht es um den Bau des neuen Quartiers der Celler Feuerwehr-Hauptwache. Der Bau ist nötig, weil auf dem derzeitigen Standort das Parkhaus der neuen Altstadt-Galerie entstehen soll. Davon, dass der Galerie-Investor wie zunächst signalisiert, die neue Hauptwache bauen will, ist längst nicht mehr die Rede. Und die Stadt könne sich ein derartiges Vorhaben nicht leisten, so Mende: „Deshalb wollen wir das Projekt im Rahmen einer Public-Private-Partnership – kurz PPP – angehen.“ Und da man nicht einsehe, warum man irgendeinem fremden Investor nachdem er den Bau hochgezogen habe, viele Jahre lang Miete bezahlen solle, habe man jetzt die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBG als Investor ins Auge gefasst. Mende: „Ich halte eine solche öffentlich-private Partnerschaft für eine sehr attraktive Möglichkeit.“

So bräuchte man „keinen dritten zum Geldverdienen einladen“, meint der OB: „Da bleibt das Geld im Kreislauf der Stadt.“ Die Rede ist von einer ganzen Stange Geld. Mit rund 16 Millionen Euro wird der Hauptwachen-Neubau veranschlagt. Der städtische Verwaltungsausschuss hat grünes Licht für eine Prüfung der Option PPP-WBG gegeben, doch es gibt auch Stimmen, die vor diesem Modell warnen. So etwa CDU-Ratsherr Wulf Haack. Falls die Stadt schon vom an sich naheliegenden Gedanken abrücke, dass der Center-Investor im Gegenzug für die Nutzung des alten Hauptwachen-Geländes die neue Wache baue, solle man sich keine Illusionen über die wirtschaftliche Attraktivität eines PPP-Modells machen – immerhin müsse man jährliche Mietkosten von rund 1,5 Millionen Euro einkalkulieren, so Haack, der höchstens „marginale Vorteile“ einer PPP-Lösung sieht.

Jetzt wollten die Celler von den PPP-Erfahrungen anderer Kommunen profitieren, so Mende: „In Lüneburg hat man kürzlich ein PPP-Projekt mit einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft auf die Beine gestellt“. Darüber wollten sich in Kürze die Celler Verwaltungsspitze mit der WBG-Geschäftsführung vor Ort in der Salzstadt informieren. Sollte sich herausstellen, dass PPP-WBG ein gangbarer Weg sei, so sei vorstellbar, dass man in Celle in Zukunft öfters auf dieses Modell zurückgreifen werde, meint Mende: „Ich will das WBG-Engagement ausbauen. Die Feuerwehr wäre ein erstes Referenzprojekt – so könnte man hier auch noch ganz andere Dinge realisieren.“

Thema im Ausschuss: Mit den Alternativen beim Hauptwachen-Neubau wird sich am morgigen Donnerstag der städtische Feuerschutzausschuss in seiner Sitzung befassen, die um 17 Uhr in der Feuerwehr-Hauptwache, Bergstraße 26, beginnt.