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Celle Stadt Zu teuer: Celles OB Nigge legt Hallen-Pläne zu den Akten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zu teuer: Celles OB Nigge legt Hallen-Pläne zu den Akten
11:39 18.03.2017
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Bis heute gab es keine abschließende Entscheidung über Art und Umfang eines Neubaus. Nigge will, dass diese „Hängepartie“ jetzt ein Ende hat „Wir haben uns dazu entschlossen, den Bau einer Dreifeldhalle am alten Standort komplett dem Landkreis zu überlassen. Pläne für eine Vierfeldhalle, die zusätzliche Bedarfe der Stadt abgedeckt hätten, werden zu den Akten gelegt.“ Damit werde im städtischen Haushalt eine Investition in Höhe von 3,8 Millionen Euro eingespart.

Nigge verspricht, dass es für die Vereine keine Verschlechterungen gegenüber der Situation vor dem Brand geben werde. Nigge möchte jetzt sehr zügig eine Entscheidung herbeiführen. Wer im Einzelnen für Verzögerungen in der Vergangenheit verantwortlich gewesen sei, sei ihm nicht wichtig. Er unterstellt aber, dass alle Beteiligten immer wohlmeinend und mit guten Gründen unterwegs gewesen seien: „Viel zu lange haben wir uns zu Größe, Ausstattung und sogar Standort eines Neubaus im Kreise gedreht. Dies hat immer wieder zu neuen Begehrlichkeiten auf Seiten späterer Nutzer geführt. Das Schlimmste aber: Wir haben viel Zeit für den Sport verloren.“

Er sei unter anderem angetreten, um den Haushalt zu sanieren, so Nigge. Da dürfe man sich jetzt nicht in „Nice-to-Have-Diskussionen verzetteln“, die ohnehin nicht bezahlbar seien: „Wir können froh sein, wenn wir zukünftig die Strukturen und die gewohnten Standards für den Sport erhalten. Das ist mit einer Dreifeldhalle gewährleistet.“Alle weitergehenden Bedarfe, insbesondere im Schulsport, würden nun seitens der Stadt gesondert geprüft. In der Frage zusätzlicher Hallenkapazitäten sei die Stadt dann autark und könne zielgerecht und flexibel planen. Nigge: „Jetzt zählt, dass die Sache endlich Fahrt aufnimmt.“

Landrat Klaus Wiswe (CDU) kann den Rückzieher der Stadt nachvollziehen: „Ich kann verstehen, dass die Stadt angesichts ihrer Haushaltslage vor einer Investition, die nur einigen nutzt, absehen will. Wir bauen jetzt zügig das wieder auf, was abgebrannt ist – natürlich moderner.“ Wiswe hofft, dass in „zwei bis drei Jahren“ die neue Halle an der Stelle der alten stehen werde.