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Celle Stadt Zuklebe-Maximal-Quotient für Celler Schaufenster soll her
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zuklebe-Maximal-Quotient für Celler Schaufenster soll her
02:38 24.02.2018
Von Michael Ende
Quelle: Federico Gambarini
Celle Stadt

Der funktioniert nach Vorstellung der Stadtverwaltung ganz einfach: "Schaufenster dürfen zu höchstens 10 Prozent Flächenanteil je Scheibe beklebt werden. Darüber hinaus dürfen Schaufenster zu höchstens 15 Prozent mit separat ausgeschnittenen Einzelbuchstaben-Schriftzügen je Scheibe beklebt werden." So steht es im Gestaltungssatzungs-Entwurf. Auf die Frage von Christoph Engelen (SPD), wer das denn kontrollieren solle, gab es keine konkrete Antwort. Doch Stadtplanerin Daniela von Eiff bekräftigte: "Schaufenster tragen wesentlich zur Gestaltung des Stadtbildes bei. Wie die Leute die Fenster dekorieren, bleibt natürlich ihnen selbst überlasen. Aber komplett zugeklebte Schaufenster wollen wir vermeiden."

Während der Diskussion zeichnete sich ab, dass die Verwaltung möglicherweise die zunächst beabsichtigte "scharfe" Regulierung der Werbereiter in der City aufweichen könnte. Die Verwaltung wollte künftig nur noch handbeschriftete Holztafeln haben und deren Größe auf 80 Zentimeter Breite und 1,20 Meter Höhe reduzieren. Damit war sie bei Geschäftsleuten auf Widerstand gestoßen. Der Passus "handbeschriftet" werde auf jeden Fall "herausfliegen", so von Eiff, die hoffte, man werde eine Regelung finden, "mit der alle leben können."

Engelen sagte, er würde sich seitens der Verwaltung "ein bisschen mehr Lockerheit" wünschen. Gudrun Jahnke (SPD) regte an, dass sich die Innenstadt-Händler auf zwei oder drei Aufsteller-Modelle einigen sollten, aus denen sich jeder das für ihn passende aussuchen könnte: "Dann ginge es nicht mehr ganz so durcheinander." Von Eiff: "Vielleicht könnte man sich auf einen Standard einigen."

Steffen Weiss (CDU) erinnerte daran, dass es auch um die Interessen von Passanten gehe, die den täglichen Slalomlauf um Kundenstopper leid seien: "Die Dinger stehen überall im Weg herum. Es würde schon helfen, wenn man die Anzahl auf einen pro Laden reduziert." Von Eiff wies darauf hin, dass die Stadt im Jahr 2008 die Regelung gestrichen habe, der zufolge Werbereiter direkt an den Hausfassaden stehen mussten: "Warum man das damals gemacht hat, weiß ich nicht." Das fand Hannelore Fudeus (CDU) nicht gut: "Man sollte auch an Alte, Behinderte und Frauen mit Kinderwagen denken."

Der Ortsrat nahm den Satzungsentwurf zur Kenntnis. Von Eiff erläuterte, dass die Verwaltung den Entwurf nun überarbeiten wolle, so dass alle damit leben könnten. Danach werde der Entwurf erneut öffentlich ausgelegt, und dann müssten die politischen Gremien darüber entscheiden: "Letzten Endes muss dann der Rat sagen, was er will: so viele Kundenstopper wie bisher oder nicht." Mit dem von der Verwaltung zunächst angedachten Werbeballon-Verbot müssten sich die Politiker aber nicht mehr beschäftigen: "Die Luftballons fliegen raus."

Zum 23. Male hatte die Cellesche Zeitung in der Vorweihnachtszeit zu Spenden für die Aktion „Mitmenschen in Not“ aufgerufen. Nachdem nun auch der Erlös des Charity-Cups im Hallenfußball auf dem Spendenkonto verbucht wurde, ist es Zeit für eine Bilanz. „Die Menschen in Stadt und Landkreis Celle, aber auch viele Unternehmen haben uns einmal mehr ihr Vertrauen geschenkt und uns mit insgesamt 151.634 Euro eine stattliche Spendensumme anvertraut, mit der wir Bedürftigen vor unserer Haustür helfen können“, freut sich Chefredakteur Ralf Leineweber.

Michael Ende 24.02.2018

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