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Celle Stadt Zum Reformationsjubiläum in Celle mehr Eintritte in die Kirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zum Reformationsjubiläum in Celle mehr Eintritte in die Kirche
18:14 20.07.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Nur noch etwas mehr als die Hälfte der Menschen im Landkreis Celle gehört zu einer der beiden Kirchen. Waren im Jahr 2013 82.062 Celler Mitglied der evangelischen Kirche, so ging die Zahl zum Stichtag am 30. Juni auf 74.952 Celler zurück. Das entspricht einem Rückgang von neun Prozent innerhalb von fünf Jahren.

„Da holt uns die demografische Entwicklung ein“, erklärt Uwe Neumann, Leiter des Kirchenamtes. „Dagegen können wir nichts tun.“ Die Zahl der Kirchenaustritte sank leicht von 725 im Jahr 2016 auf 709 im Jahr 2017. Dabei spielten häufig irrationale Dinge eine Rolle, so Neumann. Zum Beispiel heikle Äußerungen des Papstes oder die Einführung des automatischen Einzugs des Kirchensteueranteils auf Kapitalgewinne im Jahr 2014.

„Erfreulich“ nennt Neumann die Entwicklung bezüglich der Kircheneintritte. Gab es 2016 noch 101 Eintritte, so waren es 2017 sogar 154 Eintritte. Das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent. „Das lag bestimmt an der positiven Großwetterlage zum Reformationsjubiläum“, betont Neumann. „Viele Veranstaltungen der Kirche waren gut besucht und es gab ein großes Interesse an der Reformationsausstellung.“ Auch wenn einzelne Gemeinden im Kirchenkreis Celle nicht viel von den Eintritten spürten.

Bei der katholischen Kirche kamen die vier Pfarrgemeinden im Landkreis Celle 2017 auf insgesamt 13.639 Mitglieder. Die Zahl der Austritte lag bei 129, 2016 waren es noch 159 Austritte. Die Zahl der Eintritte lag 2017 bei 11, ein Jahr zuvor waren es noch 14 Austritte.

„Der Mitgliederrückgang ist weniger demografisch als dadurch bedingt, dass die Tradierung des Glaubens in Familien, Gemeinden und Schulen nicht hinreichend funktioniert“, sagt der Kirchenexperte Andreas Püttmann. Früher kamen junge Katholiken und Protestanten nach, heute ist das in viel geringerem Maße der Fall.

Das liegt aus Sicht von Religionssoziologen weniger an einem falschen kirchlichen Angebot, sondern an allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen, an denen die Kirche nichts ändern könne: zunehmender Wohlstand, Individualisierung, Urbanisierung, vielfältige Freizeitmöglichkeiten, Bildungsexpansion, Mobilitätszunahme. „Die Selbstbezeichnung als religiöser Mensch ist seit Jahrzehnten im leichten Sinkflug“, so Püttmann. „Nur jeder Dritte erklärt, an religiösen Themen interessiert zu sein.“

Allerdings verläuft der Schwund noch sehr gemäßigt, wenn man bedenkt, dass nur jedes zehnte Kirchenmitglied am Gottesdienst teilnimmt. „Insofern ist nicht erklärungsbedürftig, warum jedes Jahr „wieder so viele“ die Kirchen verlassen, sondern, warum es so wenige sind“, sagte Püttmann. (dag/dpa)

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