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Celle Stadt Zwischen Farbspiel und Struktur
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zwischen Farbspiel und Struktur
17:10 19.09.2017
Anne Köhns Ölgemälde „Waldhaus am Allerrandweg“ gehört zu den ausgestellten Kunstwerken. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
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Von den frühen Anfängen – Stillleben nach Nature Mort am eigenen Esstisch oder Erinnerungen an einen Spaziergang in Boye – führte „der Weg zum Abarbeiten an künstlerischen Vorbildern“, erläuterte sie. Darunter der französische Maler Jean-Siméon Chardin, der im 18. Jahrhundert durch Stillleben und Genrebilder Berühmtheit erlangte, Vilhelm Hammershøi, der dänische Vertreter des Symbolismus, und einige niederländische Meister. Das sei „zunächst durchaus Kopie“, räumte Hoffmann ein. Doch sei der Weg, sich Vorbildern zu nähern, sie zu übernehmen und ihnen dann einen eigenen Charakter zu geben, zutiefst schöpferisch und kreativ. Zumal sich Wurbs als „kluger Lehrmeister“ erwiesen habe, der den Freundinnen stets Raum für eigene Entwicklung ließ. In der Tat haben Alpers und Köhn bei ihren praktizierten Studien ihre eigene Handschrift entwickelt. Das ist insbesondere bei den Stillleben zu erkennen, von beiden im Stile von Chardin angelegt, aber mit völlig unterschiedlichen Farbkompositionen. Auch ihre Landschaftsdarstellungen verraten jeweils eigenständige Kompositionsgrundsätze. Seien es die Berglandschaften oder die Motive rund um die Lachte oder die Meere und Seen.

Von Rolf-Dieter Diehl