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Celle Stadt Zwischen Tradition und Avantgarde
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zwischen Tradition und Avantgarde
16:14 09.04.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Die Jugend-Bigband der Neuen Jazz-Initiative Celle (NJIC) unter der Leitung von Moritz Aring und unterstützt von Marieke Ziesmann machte den Anfang mit einem fulminanten Griff ins Bigband-Inventar: „From one to another“ (Thad Jones) – selbstbewusst und mutig, nichts von Schmeichelmusik, da knallten die Bläser voll rein, keine Angst vor gewollt schrägen Tönen von „Modern Jazz“, immer wieder gezähmt und abdriftend in markante Soli. Es war ein deutliches Statement: Hier, so sind wir!

Ein bisschen Latin-Groove folgte mit „Sambita“ (Jay Chattaway), Funky dann „The Joy of Cooking“ mit schrägen Soli von Trompete und Posaune – die E-Gitarre kam auch gut raus. Bei „Girl Talk“ (Peter Herbolzheimer), ein Tribut an den eher klassischen Bigbandsound, fehlte etwas dieser träge Schmelz, dafür ging bei „Whiplash“ (Pat Metheny) richtig die Post ab – akustisch stark an 70er Jahre-Krimimusik erinnernd – ein Highlight, ebenso wie „As it is“ (Pat Metheny) – energiegeladen und jung.

Die Zeit nach der Pause gehörte der Formation des Landesjugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“. Die Bigband mit einer sich stetig „erneuernden“ oder jung bleibenden Besetzung wurde 1989 gegründet und vereint „die talentiertesten jungen Jazzmusiker des Landes“– derzeit vertretungsweise unter der Leitung von Ulrich Plettendorf für den erkrankten Bernhard Mergner.

Frisch aus der Arbeitsphasen bewiesen die jungen Musiker, wie weit kontinuierliche Arbeit und das Profitieren von langjähriger Erfahrung bringen kann: Auch der zweite Teil des Konzerts war ein Genuss. Im Schnitt allgemein etwas konventioneller ging „Windmachine“ mit einem Swing-Stück von Count Basie an den Start. Schon die Besetzung mit Kontrabass und Marimbaphon sorgte für eine andere Klangfärbung. Im funky Arrangement von „Scrapple from the apple“ (Peter Herbolzheimer) brillierte Yvonne Schitaler mit ihrem Querflötensolo, (wie zuvor schon am Saxophon) und ihr Kollege an der Trompete. Unter die großartigen Solisten reihte sich auch der junge Jazz-Vokalist des Ensembles ein. Insgesamt zeigten sich „Windmachine“ mit anzuerkennend mehr Professionalität – für Ausgleich sorgte dafür diese neue, frische, ansteckende Leidenschaftlichkeit der „Tonspur“-Crew.

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