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Celle Stadt "allerArt" versprüht in Celle Kreativität
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "allerArt" versprüht in Celle Kreativität
17:06 05.06.2017
Der Kreativ- und Designmarkt "allerArt" lud im Französischen Garten zum Stöbern ein. In Workshops konnten Besucher selbst kreativ sein. Quelle: Alex Sorokin
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Das Punzieren ist für Krüger noch ein recht neues Handwerk, das sie erst seit März ausübt. Ihre Armbänder vermitteln hingegen den Eindruck, dass hier jahrelange Erfahrung am Werk ist. "Ich bin nicht ganz ungeschickt", gibt Krüger bescheiden zu. Bereitwillig erklärt sie interessierten Besuchern, wie die Lederstreifen mit der Punziertechnik geprägt und verziert werden.

Wenige Schritte weiter überraschen Stefan Lüpges' Zauberburgen den Betrachter. Aus einem Holzstück ragen einzelne Türme heraus und bilden so eine filigrane Burg. In Windeseile lassen sich die Türme wieder im Holzscheit versenken. Auch Flaschenkorken und Baumschwämme werden zu Burgenlandschaften. "Die Einzelteile arbeite ich konisch, so klemmen sie sich nach oben fest", erläutert Lüpges. Immer wieder bleiben Besucher stehen, während der Bayer einen weiteren Flaschenkorken zurechtschneidet. "Wie kommt man auf so eine Idee?", möchte einer der Schaulustigen wissen. "Rumspielen und weiterentwickeln", sagt Lüpges und fügt hinzu: "Ich mache das seit 30 Jahren."

Für Produkte aus Holz interessiert sich auch Thomas Parr. "Ich suche nach einem Insektenhotel", erzählt der Braunschweiger. In der Zwischenzeit hat er bereits eine Fliege sowie einen Lesedaumen auf dem Markt erstanden – beides aus Holz. Vor zwei Jahren ist Parr bereits auf dem Celler Kunst- und Handwerkermarkt gewesen. "Das Angebot ist so exklusiv und erlesen, dass wir darauf geachtet haben, diesen Termin wieder zu erwischen", begründet er seinen Besuch. Seine Frau Ingrid Prell arbeitet in Celle und wusste von der Veranstaltung.

Während die großen Besucher nach ausgefallenen Stücken stöbern, können die Kinder sich unter anderem in der Schmiedekunst üben. Auch das eigene Springseil kann aus mehreren Seilen gedreht werden. Am Stand von Bildhauer Jens-Uwe Scholz aus Hannover wird es hingegen tierisch: Der Experte gibt "Bauschaumschafschäumschulungen". Hinter dem Zungenbrecher verbirgt sich eine niedliche Aktion, bei der man mit Bauschaum kleine Schafskulpturen herstellt.

Nach so viel Kreativität, egal ob selbst ausgeführt oder nur bewundert, tanken die Besucher neue Energie bei rund einem Dutzend Foodtrucks. Dort geht es kulinarisch ebenso kreativ und ausgefallen zu.

Von Amelie Thiemann