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Neuenhäusen Neuenhäusen offiziell "Fairtrade"-Stadtteil
Celle Aus der Stadt Neuenhäusen Neuenhäusen offiziell "Fairtrade"-Stadtteil
15:55 02.12.2018
Neuenhäusen ist jetzt Fairtrade-Town: (von links) Sabine Heß-Grahner, Jörg Rodenwaldt, Carola Beuermann, Regina von Fintel und Manfred Hol. Quelle: Birgit Stephani
Neuenhäusen

"Irgendwer zahlt immer den Preis dafür, wenn wir hier billig produzierte Artikel kaufen. Deswegen darf es nicht beim Reden bleiben, es muss auch ein Handeln folgen", ist sich Superindententin Andrea Burgk-Lempart sicher. Ihre Vision ist es, einen Fairtrade-Kirchenkreis zu etablieren. Einen Schritt weiter ist da schon der Celle Ortsteil Neuenhäusen, der sich ab sofort "Fairtrade-Town" nennen darf.

Weltweite Bewegung

Damit hat sich der Stadtteil der weltweiten Bewegung von über 2000 Fairtrade-Towns in 36 Ländern angeschlossen und ist gleichzeitig auch Celles erster Stadtteil mit diesem Zertifikat. Ausgezeichnet wurde Neuenhäusen im Rahmen einer Feierstunde durch den Ehrenbotschafter von TransFair, Manfred Holz, der sagt "Visionen ohne Aktionen bleiben Illusionen."

Stadtrat zog nicht mit

Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt freut sich besonders über die Auszeichnung, immerhin geht das Projekt auf seine Idee zurück. Seine Vision war es ursprünglich, ganz Celle möge Fairtrade-Town werden. Mit dieser Idee stieß er beim Rat der Stadt Celle aber nur bedingt auf offene Ohren, merkte jedoch, dass auch einzelne Stadtteile bei der Bewegung mitmachen können. Was lag da näher, als in seinem eigenen Stadtteil zu beginnen.

Zertifikat gilt für zwei Jahre

Es wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, der es gelang, viele Institutionen, Schulen, Kirchen, Unternehmen und Gastronomiebetriebe von der Kampagne zu begeistern. Doch was bedeutet Fairtrade im Alltag? Reicht es, zwei verschiedene, fair gehandelte Sorten Kaffee anzubieten? Tatsächlich, denn die Einstiegsmöglichkeiten in Fairtrade sind niedrig. All die, die mitmachen, müssen anfangs tatsächlich lediglich zwei Produkte aus dem fairen Handel anbieten. Das Zertifikat gibt es nur für zwei Jahre. Danach wird geprüft, wie und ob Fairtrade vorangetrieben wird.

Von Birgit Stephani