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Blaulicht 18-Jährige aus Hambühren im Oktober wieder vor Gericht
Celle Blaulicht 18-Jährige aus Hambühren im Oktober wieder vor Gericht
17:53 30.08.2017
Von Simon Ziegler
Hambühren

LÜNEBURG. Der Schritt, in Berufung zu gehen, war allgemein als überraschend gewertet worden, da das Urteil des Amtsgerichts von Anfang Mai für die Angeklagte als milde eingeschätzt worden war. Das Gericht hatte entschieden, dass sich die Hambührenerin zwei Jahre lang nichts zu Schulden kommen lassen darf. Wird sie doch wieder straffällig, wird das Strafmaß in einem neuen Prozess festgelegt. Außerdem muss sie sich in therapeutische Behandlung begeben und ihr wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt, hieß es im Mai. Selbst ihr eigener Anwalt hatte sich nach dem Urteil im Mai sehr zufrieden geäußert. Bekannt wurde kurz nach dem Urteilsspruch, dass sie sich einen neuen Anwalt genommen hatte – der dann Berufung eingelegt hat.

Die 18-Jährige war Ende November 2016 gefesselt in Boye entdeckt worden. Später räumte sie ein, die Geschichte selbst inszeniert zu haben. Die junge Frau wird mit über 100 Straftaten in Verbindung gebracht. Im Dezember 2016 verurteilte das Amtsgericht sie wegen Sachbeschädigung, Diebstahls von Autokennzeichen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einem Wochenende Freizeitarrest und 40 Arbeitsstunden.