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Blaulicht 18-Jährige getötet: Tatverdächtiger bleibt vorerst in Polen
Celle Blaulicht 18-Jährige getötet: Tatverdächtiger bleibt vorerst in Polen
18:09 28.03.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: David Borghoff
Bergen Stadt

Der Tatverdächtige ist nicht vorbestraft, sagte Polizeisprecherin Birgit Insinger auf CZ-Nachfrage. Der junge Mann hatte die Hermann-Ehlers-Realschule in Bergen besucht, ehe er an das Christian-Gymnasium nach Hermannsburg wechselte. Auch das Opfer, ein 18-jähriges Mädchen, hatte das Hermannsburger Gymnasium besucht.

Aus Lehrerkreisen in Hermannsburg hieß es, der Tatverdächtige sei "nicht sehr leistungsstark" gewesen. Er soll in der Vergangenheit mehrfach Klassen wiederholt haben, schließlich musste er das Gymnasium im Dezember 2017 verlassen. Zum Abitur wurde er nicht zugelassen. Er sei ein "vom Verhalten her schwieriger Schüler" gewesen, "der nicht einfach zu handeln war", so ein Lehrer. Frühere Mitschüler beschreiben ihn als selbstbewusst und ins Schulleben integriert. So war er zum stellvertretenden Jahrgangssprecher gewählt worden.

Während sich die Schulleitung in Hermannsburg nicht zu der Tragödie äußern wollte, erklärte Bianca Schöneich von der Landesschulbehörde, dass das Christian-Gymnasium einen Trauerraum einrichten wird. Geplant sei auch eine Schweigeminute für die Oberstufe sowie ein umfangreiches Beratungsangebot für betroffene Klassen und Schüler. Ein Schulseelsorger, eine Schulsozialarbeiterin, zwei Beratungslehrer und voraussichtlich zwei Schulpsychologen stünden zur Verfügung. Schulen können bei Bedarf die Krisen- und Notfallteams der Landesschulbehörde um Unterstützung bitten, sagte Schöneich. Derzeit sind noch Osterferien. Der Unterricht beginnt wieder in der kommenden Woche.

Unterdessen lag das endgültige Ergebnis der Obduktion bis gestern noch nicht vor. Oberstaatsanwalt Janßen sagte, die Ermittler gingen davon aus, dass die Tat zwischen Dienstag und Donnerstag vergangener Woche begangen wurde. Am frühen Donnerstagmorgen hatte der Verdächtige selbst die Polizei alarmiert. Er setzte sich schließlich bis nach Russland ab, ehe er sich wieder bei der Celler Polizei meldete und sich offenbar stellen wollte. Er wurde an der polnischen Grenze festgenommen.

Eltern und Geschwister des 21-Jährigen, die wenige Tage vor der Tat in den Familienurlaub gefahren waren, sind laut Polizei noch immer in Russland. Der Tatverdächtige ist laut Polizei russischer Staatsbürger. Seine Familie stammt aus Usbekistan. Im Einfamilienhaus am Berger Stadtrand, in dem das Mädchen vergangene Woche tot aufgefunden worden war, wurden auch gestern noch Spuren gesichert.

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