Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Blaulicht 19-Jähriger Celler terrorisiert seine Familie
Celle Blaulicht 19-Jähriger Celler terrorisiert seine Familie
17:55 03.05.2018
Celle Stadt

Im Zeitraum von Mitte 2016 bis Ende 2017 hatte sich alles abgespielt: Der damals jugendliche Angeklagte aus Celle hatte es sich mit fast allen Mitmenschen, die ihm nahe standen, verdorben. Vater, Mutter, Freundin und Mutter der Freundin wurden zu Opfern seiner Straftaten.

Zunächst war der Vater, bei dem der Angeklagte vorübergehend wohnte, Ziel seiner Attacken: Häufiger Streit mit lauten Beschimpfungen und Tätlichkeiten und zuletzt dann Bedrohung und das Werfen von Steinen beendeten das gemeinsame Wohnen, der junge Mann versuchte dann bei seiner vom Vater getrennt lebenden Mutter in Celle unterzukommen. Aber auch dort: Beschimpfungen, Drohungen. Die Mutter rief schließlich in ihrer Angst den Vater um Hilfe, der dann seinen Sohn aus der Wohnung der Mutter verwies. Auch danach wurde der Angeklagte nicht müde, seine Mutter per Handy zu beschimpfen und zu beleidigen.

„In seinem Frust“, so der junge Angeklagte, habe er dann auch keine Hemmungen gehabt, Zigaretten und Fahrräder verschiedener Personen „mitgehen zu lassen“. Nach dem Vorfall in der Wohnung seiner Mutter ist er dann für kurze Zeit bei seiner Freundin geblieben. Aber auch hier wurde der Angeklagte erneut straffällig: Das Bargeld aus der Geldbörse und das Sparschwein der Freundin sowie die „eiserne Bargeldreserve“ der Mutter der Freundin wurden geklaut. Danach war auch diese Beziehung beendet.

In dem dann folgenden Plädoyer des Staatsanwalts wurden die Taten nochmals aufgezählt. Er forderte eine Verlängerung der ambulanten Betreuung auf insgesamt neun Monate, 80 Stunden Arbeitsdienst für soziale Zwecke sowie Rückzahlung des gestohlenen Bargeldes an die Opfer.

Die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe und die Betreuerin bestätigten eine positive Weiterentwicklung des Angeklagten. Die vorsitzende Richterin verkündete dann nach Abwägung der nachgewiesenen und vorgetragenen Taten und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein Teil der Straftaten als Jugendlicher begangen wurde, das Urteil: vier Tage Arrest, 60 Stunden Arbeitsdienst für einen sozialen Zweck und insgesamt sechs Monate „ambulante Betreuung“. Die Richterin ermahnte den Verurteilten und wies ihn eindringlich darauf hin, dass bei einer nächsten Straftat das „Erwachsenen-Recht“ angewendet werden wird.

Von Günther Borchers

Von einer „Kiffer-Wohngemeinschaft“ sprach einer der drei Pflichtanwälte. Es liege ihm fern, den Drogenkonsum zu verharmlosen, aber dies treffe die Umstände wohl am besten, sagte er während der Hauptverhandlung vor einem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Celle. Drei junge Männer waren wegen gewerblichen, unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln oder Beihilfe angeklagt. Zwei von ihnen galten zur Tatzeit Anfang 2017 noch als Heranwachsende.

03.05.2018

Mit Schrecken stellte eine 82 Jahre alte - Wohnungsmieterin in einem Mehrfamilienhaus in der Ohagenstraße am - Mittwochmittag fest, dass jemand versucht hatte, ihre Wohnungstür - aufzubrechen.

03.05.2018

Nach dem langen Maiwochenende entdeckten Arbeiter am - Mittwochmorgen einen Einbruch in zwei Baucontainer an einer Baustelle - an der Hohen Wende.

03.05.2018