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Blaulicht 2000 Euro von Bekannter ergaunert - Freispruch
Celle Blaulicht 2000 Euro von Bekannter ergaunert - Freispruch
16:34 23.01.2014
Von Carsten Richter
Celle Stadt

Gutgläubig und mit Hoffnung auf eine zugesicherte Festanstellung in dem zu gründenden Unternehmen hatte die Geschädigte eigenen Angaben zufolge dem Angeklagten damals zwei Bargeldsummen als zinsloses Darlehen überlassen. Zur zeitnahen Ermöglichung der Anmietung von Gewerberäumen und Beschaffung dementsprechenden Inventars aufgrund genannter Neuaufträge habe sie im Interesse des Angeklagten sogar extra ihr Konto überzogen, so die 35-Jährige. Da sie seinerzeit nicht berufstätig war und die ursprünglich vereinbarte Rückzahlung zum Jahresende ausblieb, habe sie nach und nach ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können, schilderte die gelernte Kauffrau aus Celle. Deshalb sei sie zunehmend in die Miesen geraten, und am Ende habe ihr Lebensgefährte für sie die Miete bezahlen müssen. „Du hast mein Leben kaputt gemacht“, sagte sie zum Angeklagten.

Gemäß der Aussage seines Verteidigers war der Angeklagte vom vermeintlichen Betrugsopfer nie zu einer Rückzahlung aufgefordert worden. Ohnehin habe sein Mandant einen ausgestellten Quittungsbeleg für einen erhaltenen Teilbetrag lediglich „im Auftrag“ unterzeichnet. Außerdem sei das zustande gekommene Mietverhältnis mit einem dritten Vertragspartner abgeschlossen worden, welcher inzwischen verstorben sei, so der Rechtsanwalt.

Die Anhörung des Lebensgefährten der Geschädigten verhalf dem Gericht in Teilen zur Aufklärung der Sachverhalte. Gemäß dessen Ausführungen sollte ein neues, gemeinschaftlich geführtes Unternehmen entstehen, an dessen Maßnahmen zur Entstehung der 42-Jährige nicht unwesentlich mitbeteiligt war. Vom ausgeliehenen Geld seiner Lebensgefährtin habe man unter anderem Kleidungsstücke gekauft, sagte der Angestellte. (pra)