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Blaulicht 50 Arbeitsstunden für Gewalt im Celler "Zickenkrieg"
Celle Blaulicht 50 Arbeitsstunden für Gewalt im Celler "Zickenkrieg"
09:16 16.12.2016
Celle Stadt

Die Angeklagte gab den Übergriff sofort zu und schilderte vorangegangene Lästereien. Das spätere Opfer habe gegenüber Freundinnen wiederholt über sie hergezogen und sei sieben Monate lang nicht greifbar gewesen, um sie zur Rede zu stellen. Bei einer zufälligen Begegnung in einer Diskothek sei die ganze aufgestaute Wut wieder hoch gekommen, sagte die Geständige aus. Nach Verlassen der Disko hatte sie die spätere Geschädigten verfolgt, ihr ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen und nach deren Sturz auf sie eingetreten. Neben Prellungen und Hämatomen hatte das Opfer eine Gehirnerschütterung erlitten.

Die Geschädigte gab zu Protokoll, schon in der Disco von der Angeklagten angepöbelt worden zu sein. Die brutale Spontantat war in Anwesenheit zweier Männern verübt worden, von denen einer dazwischen gegangen war. Eine Jugendgerichtshelferin führte in dem Prozess aus, dass die Attacke Spuren hinterlassen hat. Die vorgeschädigte Zeugin fürchte weitere Übergriffe, hieß es. Nicht ganz unberechtigt. Die durch einen Autounfall ebenfalls traumatisierte B. hatte nämlich schon mal das Opfer bedroht. Dafür hatte sie im Juni vom Amtsrichter 10 Sozialstunden erhalten.

Von Anke Prause