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Blaulicht Anklage gegen Flaschenstecher
Celle Blaulicht Anklage gegen Flaschenstecher
02:48 23.02.2018
Von Gunther Meinrenken
Nach der blutigen Attacke auf eine 21-Jährige war der Tatort von der Polizei abgesperrt worden. Quelle: Patrick Seeger
Celle

Der Afrikaner, der nach eigenen Angaben 2016 nach Deutschland gekommen war und zuletzt seinen Wohnsitz in Eicklingen hatte, soll die Frau in der Tatnacht regelrecht verfolgt haben. Zunächst soll er das spätere Opfer, das mit seiner Lebensgefährtin unterwegs war, in der Diskothek "Vanity" bedrängt und belästigt haben. Als die beiden Frauen das Lokal wechselten, um sich den Annäherungsversuchen zu entziehen, folgte ihnen der Täter auch in die "Bar Treff 16".

Um kurz nach 6 Uhr morgens verließen die beiden Frauen die Gaststätte. Der Afrikaner folgte ihnen. Auf offener Straße kam es kurz darauf zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden. Die 21-Jährige stieß den Mann nach einem erneuten Annäherungsversuch von sich. Daraufhin zerschlug der mutmaßliche Täter eine Bierflasche, die er in der Hand hielt, am Bordstein und stach der Frau mit dem scharfkantigen Flaschenrest zweimal in den Hals. Motiv: Der Mann soll sich in seiner Ehre gekränkt gefühlt haben.

"Dabei soll er den Tod der Frau wenigstens billigend in Kauf genommen haben. Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, die ärztlich versorgt werden mussten", so Oberstaatsanwalt Janßen, nach dessen Angaben der Beschuldigte die Tat bestreitet. Die Polizei hatte ihn noch am Nachmittag des selben Tages ausfindig gemacht und festgenommen. Seitdem sitzt der mutmaßliche Täter in Haft.

Im Zuge der Ermittlungen stand auch das Alter des Beschuldigten im Fokus. Der Verdächtige hatte bei seiner Verhaftung angegeben, erst 17 Jahre alt zu sein. Wahrscheinlich, um noch unter das mildere Jugendstrafrecht zu fallen, wie die Polizei damals vermutete. Für die Beamten hatte der Afrikaner allerdings "einfach älter ausgesehen". Und das scheint auch der Fall zu sein.

"Nach dem im Ermittlungsverfahren eingeholten anthropologischen Gutachten geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte, der selbst behauptet, 17 Jahre alt zu sein, zur Tatzeit nicht minderjährig, sondern mindestens 26 Jahre alt gewesen ist. Eine Zuständigkeit der Jugendkammer ist damit nicht gegeben", erklärte der Sprecher der Celler Staatsanwaltschaft.

Das Landgericht Lüneburg hat nunmehr über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung und Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. „Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeschuldigten eine mehrjährige oder lebenslange Freiheitstrafe", teilte Janßen mit.

Am Mittwochabend gegen 19:20 Uhr kam es an der Einmündung - Windmühlenstraße / Grupenstraße zu einer Kollision zwischen einem PKW - und einem Fahrradfahrer. - Der 66jährige Fahrer eines schwarzen PKW Nissan befuhr die - Grupenstraße in Richtung Windmühlenstraße.

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Carsten Richter 22.02.2018